Das Feuer auf dem Dach der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters hat weit über die Ukraine hinaus Bestürzung ausgelöst. Die ukrainische Führung von Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von einem gezielten russischen Angriff auf eine der bedeutendsten religiösen und kulturellen Stätten des Landes. In Moskau weist man die Vorwürfe zurück und behauptet, die Schäden seien durch eine ukrainische Patriot-Abfangrakete verursacht worden.
Schon seit über vier Jahren, also seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine, lässt sich oft nicht unmittelbar und zweifelsfrei beantworten, wer der tatsächliche Verursacher ist. Viele Medien versehen ihre Berichterstattung über solch tragische Vorfälle mit dem Hinweis, dass die Angaben von zwei unmittelbar am Krieg beteiligten Parteien stammen und eine unabhängige Überprüfung der jeweiligen Darstellungen unter den Bedingungen des laufenden Konflikts derzeit nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.
Russland weist die Vorwürfe zurück
Fest steht jedoch: Das historische Kiewer Höhlenkloster, die Lawra, gehört zu den wichtigsten orthodoxen Heiligtümern Osteuropas und ist Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Entsprechend groß ist die symbolische Bedeutung des Vorfalls. Nach ukrainischen Angaben wurde die Anlage während eines groß angelegten russischen Luftangriffs in der Nacht zum Montag getroffen. Dabei sei das Kathedralendach in Brand geraten. Auch weitere Gebäude des Klosterkomplexes in der Kiewer Innenstadt sollen beschädigt worden sein.










