Egal, ob bei Meta, Samsung, Google und wahrscheinlich bald auch Apple: Die aktuelle Generation von Smart Glasses braucht eine externe Recheneinheit und ist in den meisten Fällen an das firmeneigene, geschlossene Ökosystem oder zumindest eine Begleit-App gebunden. Das amerikanische Start-up Raven Resonance versucht nun, diese Verbindung mit einem autarken und offenen Gerät zu kappen. In der Raven Prism steckt ein 64-Bit-ARM-Prozessor mit vier Kernen, der das hauseigene RavenOS, eine Linux-Distribution, ausführt. Entwickler können per SSH zugreifen, eigene Software kompilieren und diese direkt auf der Brille laufen lassen. 25 Anwendungen soll die Prism ab Werk mitbringen.

Wechselbarer Akku und Blicksteuerung

Gesteuert werden soll die Raven Prism per Eye-Tracking und Sprachbefehl, mit der Option, weitere Peripherie per Bluetooth oder WLAN zu verbinden. Ein farbiges LCoS-Waveguide-Display projiziert die Inhalte ins Sichtfeld der Nutzer. Raven Resonance vergleicht die wahrgenommene Größe mit dem Blick auf einen 16-Zoll-Bildschirm aus einer Armlänge Entfernung. Damit die Brille unter der Last der Displays und der internen Recheneinheit nicht schon nach wenigen Minuten einknickt, verbaut Raven einen wechselbaren Akku.