Von einer „strategischen Neuausrichtung“, wie sie Manfred Weber in seinem Pfingstbrief von der CSU gefordert hatte, ist nicht viel zu spüren. Die zehn Punkte, die Markus Söder für die erste Vorstandssitzung nach dem Paukenschlag präsentierte, enthalten alles, was man sich in den Parteizentralen derzeit so überlegt, um wieder zu alter Stärke zu finden. Stichworte dafür sind „Denkwerkstatt“ oder „Basiscamp“ und, natürlich, eine neue Grundwertekommission.Aber neu daran ist nichts. Die Maßnahmen, die sich Söder ausgedacht hat, sollen irgendwie vermitteln, dass nach der Niederlage in der Kommunalwahl die Bodenhaftung der „verwundeten“ Partei wiederhergestellt werden müsse.AfD und Freie Wähler als wachsende Konkurrenten rechts von der Partei, das stellt den Alleinstellungsanspruch der CSU infrage – und Söders Rolle als Führungsfigur. Irgendwie – das sei eines der Schlüsselworte in der Sitzung gewesen, sagte Söder, deshalb müsse ein „Raum“ geschaffen werden, um Handlungswege zu eröffnen.Für Söder muss es besonders schmerzhaft gewesen sein, dass selbst die Mütterrente aus der eigenen Partei infrage gestellt wurde. Daran werde aber nicht gerüttelt, war seine Botschaft. Irgendwie anders, aber irgendwie doch weiter so – wann schreibt Weber den nächsten Brief?
Nach dem Pfingstbrief Webers: Die Irgendwie-Strategie der CSU
Der „Pfingstbrief“ Manfred Webers hat nicht viel bewirkt. Die zehn Punkte Markus Söders sind keine strategische Neuausrichtung der CSU.












