Der Dealmaker Donald Trump hat sich zu seinem 80. Geburtstag am Sonntag ein besonderes Geschenk gemacht: einen Deal mit Iran. Allerdings dürfte sich ein Großteil der iranischen Bevölkerung nicht allzu sehr darüber freuen. Denn, wie mein Kollege Nicolas Richter schreibt: „Der von Trump selbst gewählte Waffengang mit Tausenden Toten und massiven wirtschaftlichen Kollateralschäden hat im Grundsatz nicht viel verbessert im Nahen Osten.“Dass es in Iran nun keine weiteren Kriegstoten gibt, ist zu begrüßen. Bis Freitag soll die Straße von Hormus wieder geöffnet werden. Der Ölpreis sank gestern schon mal wieder auf nahe 80 Dollar je Barrel (zeitweise hatte er über 110 Dollar gelegen). Die Deutschen werden sehr genau beobachten, wann ihre Tankstellenpreise folgen.Ähnlich intensiv verfolgen sie derzeit höchstens noch die Fußball-WM. Wobei man bei den vielen Teams schon mal den Überblick verlieren kann. Auf den Schwerpunktseiten der SZ zur WM lässt sich immerhin alles nachlesen, was man wissen muss. Zum Beispiel: Heute findet keines der elf Spiele der Vorrunde statt, die man nicht verpassen sollte.Sportinteressierten lege ich also heute statt Fußballschauen die Lektüre des Kommentars ans Herz, in dem Sara Peschke die Bundesjugendspiele als Wettbewerb verteidigt. „Erfolg ist ein wirksames Motivationsinstrument“, schreibt sie. „Das Tolle daran: Es muss nicht mal der eigene Erfolg sein, der den Menschen dazu anspornt, für sich selbst ein neues Ziel zu formulieren.“ Es kann also auch der Erfolg der Klassen-Sportskanone sein. Oder der von Nathaniel Brown.Fußball-WM 2026Die spanische Mannschaft verzweifelt an einem 40-jährigen Kapverdier. Die WM hat ihre erste Sensation: Europameister Spanien spielt zum Auftakt trotz großer Überlegenheit nur 0:0 gegen Debütant Kapverden. Der Mann des Tages: Torwart Vozinha. Zum ArtikelIran beweist gegen Neuseeland Comeback-Qualitäten. Zweimal lag Iran gegen Neuseeland im Rückstand, zweimal kam das Team Melli zurück und startet mit einem 2:2 in die WM. Trotz vorheriger Befürchtungen blieben im Stadion in Los Angeles politische Proteste weitgehend aus. Zum kicker-ArtikelMEINUNG Diese WM ist für viele Menschen aus Iran nicht auszuhaltenÄgypten und Belgien trennen sich unentschieden. Ägyptens Kapitän Mohamed Salah zeigt an seinem 34. Geburtstag eine starke Leistung, muss sich aber trotz Führung mit einem 1:1-Remis gegen überlegene Belgier zufriedengeben. Zum ArtikelLiveblog zur Fußball-WM 2026: Videoschiedsrichter verteidigt Handgeste als „unterbewusstes Zucken“Was heute wichtig istSo reagieren Demokraten und Republikaner auf Trumps Deal. Die Demokraten wurden über den Inhalt des Iran-Deals noch nicht informiert. Sie kritisieren, dass die USA weniger bekäme als im Abkommen von Barack Obama, aus dem Trump einst ausgestiegen ist. Die Republikaner reagieren zurückhaltend. Besonders Fragen zum iranischen Atomprogramm bleiben offen. Zum ArtikelLiveblog zum Krieg in Nahost: USA stellen Iran Milliardenhilfen in AussichtEU und Ukraine starten Beitrittsverhandlungen. Nach zweijähriger Blockade durch Ungarn haben am Abend in Luxemburg offiziell die ersten Gespräche begonnen. Zunächst gehe es um Themen wie das Justizsystem, den Grundwerteschutz und Sicherheit, hieß es vom Europäischen Rat. Für einen Beitritt sind zahlreiche weitere Reformen erforderlich. Bundesaußenminister Wadephul sieht in dem Verhandlungsbeginn einen „historischen Zeitpunkt für Europa und auch für die Ukraine“. Zum ArtikelZukunft ohne Öl: Russlands langer Arm: Wie soll Schwedt ohne Raffinerie überleben?Transportrakete von Isar Aerospace bleibt am Boden. Das Münchner Unternehmen will mit dem Transport von Satelliten ins All Geld verdienen. Vorher muss der Flug in die Umlaufbahn klappen, doch es gibt wieder technische Probleme – diesmal mit den Flüssigkeitssystemen. Zum ArtikelWie Europa mithilfe von Firmen wie Isar Aerospace im All unabhängiger werden willVerdienen Stromnetzbetreiber zu viel? Ohne Verteilnetze läuft nichts im Land, kein Mensch bekommt Strom. Die Betreiber der Netze konnten ihre Renditen 2024 im Schnitt nahezu verdoppeln. Das zeigt eine Analyse des Bundesverbands Neue Energiewirtschaft (BNE). Der Verband glaubt, die Netzbetreiber hätten zu viele Freiheiten bei der Festsetzung ihrer Netzentgelte. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenUngarn: Verfassungsänderung hält Orbán von der Macht fernLiveblog zur US-Politik: US-Militärflugzeug stürzt in Kalifornien ab – Acht ToteDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboDossier Digitalwende: Digitalministerium plant „Digitales Kaufhaus“ für KI-Agenten in Kommunen. Das Bundesdigitalministerium (BMDS) will Kommunen den Einkauf von KI-Agenten erleichtern. Ab 2027 soll ein „Digitales Kaufhaus“ die vergaberechtskonforme Beschaffung ermöglichen, wie das Ministerium gestern mitteilte. Auch wichtig: Die britische Regierung will Personen unter 16 Jahren die Nutzung von Social-Media-Plattformen verbieten. Zum BriefingDossier Geoökonomie: Warum der US-Zollkurs kaum aufzuhalten ist. Am Dienstag entscheidet das EU-Parlament über den Handelsdeal mit den USA. Unabhängig vom Ausgang der Abstimmung lässt sich die US-Zollmaschinerie kaum noch aufhalten. Im Interview spricht die US-Handelsrechtlerin Kathleen Claussen über Planungssicherheit, politische Scheinheiligkeit und die Eigenverantwortung von Unternehmen. Zum Briefing