Shaun Evans hat vor dem Deutschlandspiel mit einer umstrittenen Handgeste für Aufsehen gesorgt. Jetzt nimmt der WM-Videoschiedsrichter selbst dazu Stellung – und spricht von einer »unbewussten Zuckung«.

16.06.2026, 01.36 Uhr

Shaun Evans (im April 2025 im australischen Brisbane): »Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies«

Der australische Schiedsrichter Shaun Evans hat den Verdacht einer umstrittenen Handgeste während der TV-Übertragung des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) energisch zurückgewiesen. »Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln«, wurde Evans in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes Fifa zitiert.

Der 38 Jahre alte Unparteiische war vor dem Anpfiff der Partie am Sonntag in Houston kurz im Videoschiedsrichterraum mit seinen Kollegen gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für »White Power« verwendet wird (mehr dazu hier ).