1. Dieser KI-Bann zeigt Europas Verletzlichkeit

Donald Tump bei einer KI-Konferenz im Sommer 2025: Seine Regierung baut auf den Erfolg der Branche

Die leistungsfähigsten KI-Modelle der Welt sind für Nutzer weltweit plötzlich gesperrt. Ausgelöst hat das ein Streit zwischen dem KI-Unternehmen Anthropic und Donald Trumps Regierung.Eigentlich hatte das US-Handelsministerium einen Exportbann für Ausländer verhängt, wegen Sicherheitsbedenken bezüglich Anthropics neuester Modelle. Das Unternehmen sah sich allerdings mit dem sofortigen Staatsbürgerschaftscheck überfordert und nahm die Systeme komplett vom Netz, für alle.

Die Brisanz geht weit über den konkreten Bann hinaus: Der Fall zeigt, wie rücksichtslos die USA KI-Kontrolle als nationale Machtfrage auslegen. Dabei schreckt Trump offenbar nicht davor zurück, auch den USA als Innovationsstandort einen Dämpfer zu verpassen – obwohl die globale Vorherrschaft im KI-Wettrennen sein erklärtes Ziel ist. Aber es muss offenbar auf Teufel komm raus nach Trumps Vorstellungen gehen. Er beharkt sich schon länger mit Anthropic (mehr dazu lesen Sie hier ).Deutschland und Europa führt Trumps Techsperre vor Augen, wie abhängig – und abgehängt – man im Digitalen ist. Zwar ist schon seit dem Zollstreit von der Forderung nach mehr digitaler Souveränität zu hören. Europa appelliert, bekundet Willen und feiert kleine Erfolge (mehr dazu steht hier ). Wer wirklich stark ist, muss das nicht so laut betonen.