Der Digitalverband Bitkom hat vor den Auswirkungen von US-Einschränkungen zur Nutzung der neuesten KI-Versionen des amerikanischen Anbieters Anthropic gewarnt. „Deutschland und Europa sind beim Zugang zu den stärksten KI-Modellen vom Wohlwollen der US-Regierung abhängig, das hat die überraschende Anordnung am Wochenende mehr als deutlich gemacht“, sagte Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst (63) am Montag.„Dies hat unmittelbar Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unserer klassischen Industrien und unserer Verwaltungen und beeinträchtigt auch unsere Sicherheit und zum Beispiel die Exzellenz unserer Wissenschaft“, fügte er hinzu. Mehr denn je müsse es jetzt darum gehen, Deutschland und Europa digital souverän zu machen. „Digitale Souveränität und eigene KI-Kompetenzen gehören mit an die Spitze der politischen Prioritäten.“
Die EU-Kommission hatte am Wochenende mitgeteilt, die Auswirkungen zu untersuchen. Die neuen Modelle böten erhebliche Vorteile etwa für die Cyberabwehr, würden aber auch ernste Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit aufwerfen. Auch Europäer nutzen in erheblichem Maße KI-Modelle von US-Unternehmen und nicht in der EU entwickelte Angebote wie etwa von Mistral.Konkret geht es um den nun blockierten Zugang zu den KI-Modellen „Fable 5“ und „Mythos 5“ von Anthropic. Die US-Behörden befürchten Experten zufolge, dass diese genutzt werden könnten, um Schwachstellen in Software ausfindig zu machen und diese für Cyberattacken zu nutzen.










