Nationaler Bildungsbericht: Einmal benachteiligt, immer benachteiligt
Trotz vieler Reformen kommt Deutschland bei der Chancengerechtigkeit nicht voran. Bund und Länder setzen auf mehr Investitionen in Kitas.
Frühe Benachteiligungen können Grundschulen nicht mehr ausgleichen
Arne Dedert/dpa
Das deutsche Bildungssystem bleibt höchst ungerecht. Das zeigt der „Nationale Bildungsbericht 2026“, den Bundesbildungsministerin Karin Prien und Berlins Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (beide CDU) am Montag in Berlin vorgestellt haben. Demnach hängt der Bildungserfolg nach wie vor maßgeblich vom Einkommen und Bildungsgrad der Eltern ab. Beispielsweise liegt die Wahrscheinlichkeit für 15-Jährige aus sozial benachteiligten Familien, im Lesen die Mindeststandards zu verfehlen, fast fünfmal so hoch wie für besonders privilegierte Schüler:innen. Beim Rechnen ist das Risiko für diese Gruppe sogar noch höher.










