Stand: 15.06.2026 • 14:58 Uhr

Für das iranische Nationalteam ist die WM weit mehr als nur ein Sportereignis. Von Anfang an ist die Teilnahme vom Krieg mit den USA überschattet - und vor Ort nutzen viele Exil-Iraner das Turnier für politische Botschaften.

Freundlich lächelnd, aber wortlos schreibt Mehdi Taremi Autogramme. Vor der Fahrt zum Trainingsgelände der iranischen Nationalmannschaft im mexikanischen Tijuana warten Fans auf den Stürmerstar.

Die aktuellen Verwerfungen rund um die Visa-Vergabe und die Einreise für sein Team in die USA lässt er unkommentiert. Die wenigen Fans am Zaun sind glücklich über ein weiteres Autogramm im Sammelheft - Politik und Sport sollten nicht vermischt werden, sagt einer dieser Fans.

Doch genau das scheint bei dieser Weltmeisterschaft kaum möglich. Während sich die iranische Mannschaft auf ihr erstes Gruppenspiel gegen Neuseeland vorbereitet, ist sie längst Teil einer politischen Auseinandersetzung geworden.