Bundesregierung kritisiert russische LuftangriffeDie Bundesregierung reagiert mit deutlicher Kritik auf eine Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine, bei denen auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten ist. „Die Angriffe auf das Kloster verurteilen wir auf das Schärfste“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. „Es zeigt, wie wenig ausgeprägt die Bereitschaft auf russischer Seite ist, irgendetwas in Richtung einer Beruhigung und einer Befriedung dieses Konfliktes zu tun.“Angesprochen auf mögliche Ansatzpunkte und Gelegenheiten für Gespräche mit Russland sagte der Sprecher: „Die Voraussetzung dafür ist, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten bleibt, dass wir klar und fest bleiben in der Unterstützung der Ukraine.“ Dies dürfte beim G7-Gipfel und aller Voraussicht nach auch beim anstehenden EU-Gipfel noch einmal klar betont werden. Selenskyj hat Treffen mit Putin bei G-7-Gipfel vorgeschlagenDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein Treffen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin während des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, sagt Selenskyj vor der Presse bei seinem Besuch des durch einen Angriff beschädigten Höhlenklosters in Kiew. UNESCO verurteilt Angriffe auf KulturgüterDie Kulturorganisation der Vereinten Nationen hat sich zu dem Brand des Kiewer Höhlenklosters geäußert. Es handle sich um eines der bedeutendsten spirituellen und kulturellen Wahrzeichen der Ukraine, teilte die Unesco am Montag in Paris mit. Es seien erhebliche Schäden an der Kathedrale des Komplexes und an angrenzenden historischen Bauten zu befürchten. Die Unesco verurteile Angriffe auf Kulturgüter wie auch auf Bildungseinrichtungen, deren Mitarbeiter und auf Journalisten, die unter internationalem Recht geschützt seien. Man sei bereit, die Schadensbewertung und die Ermittlung dringender Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen. „Die Beschädigung solcher Einrichtungen beraubt Gemeinschaften des Zugangs zu Kultur, Bildung und gemeinsamen Räumen, die für den Wiederaufbau und den sozialen Zusammenhalt unerlässlich sind “UNESCORussland macht Flugabwehr für Brand im Höhlenkloster verantwortlichRussland weist die Verantwortung für die Schäden an dem historischen Höhlenkloster Petscherska Lawra in Kiew zurück. Vielmehr sei eine US-Flugabwehrrakete vom Typ Patriot in dem Kloster eingeschlagen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die russischen Streitkräfte planten keine Angriffe auf zivile Infrastruktur und nähmen solche auch nicht vor. Ziel des nächtlichen Beschusses seien Fabriken zur Drohnenproduktion gewesen. „Bestätigten Berichten zufolge wurde der Gebäudekomplex der Kiewer Petscherska Lawra von einer Rakete des amerikanischen Patriot-Luftabwehrsystems getroffen. Ein möglicher Grund für die Fehlfunktion dieses Systems könnte sein, dass westliche Länder dem Kiewer Regime Raketen geliefert haben, deren Verwendungsfrist bereits abgelaufen war“, heißt es in der Erklärung. Wadephul verurteilt russische AngriffeAußenminister Johann Wadephul hat die nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine scharf verurteilt. Der CDU-Politiker sprach von „ruchlosen Attacken“, die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von unschätzbarem Wert gerichtet hätten. „Das zeigt: Eine echte Bereitschaft besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten“, ergänzte der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland fortsetzen. Maia Sandu, die Präsidentin der Republik Moldau, hat den russischen Großangriff kritisiert. Der Kreml habe gezeigt, dass ihm nichts heilig sei. Während man vorgebe, christliche Werte zu verteidigen, habe man eines der wichtigsten Klöster der Orthodoxie bombardiert. „Moldau steht an der Seite der Ukraine“.Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verbreitet in sozialen Netzwerken Aufnahmen der Rettungsarbeiten. Neben der schweren Angriffe auf Kiew habe es auch Charkiw schwer getroffen. „In Charkiw haben die Russen einen erneuten Angriff auf unsere Rettungskräfte verübt, die einen Brand löschten“. Nach aktuellem Stand seien dort leider fünf Menschen ums Leben gekommen, schrieb Selenskyj. Zelenskiy / OfficialУ Києві триває ліквідація наслідків російських ударів, також у Харкові. Цієї ночі лише по столиці росіяни запустили понад 60 ракет. Загалом по Україні було випущено 70 ракет і 611 дронів. Станом на зараз відомо про 28 поранених і чотирьох загиблих у столиці. Мої співчуття всім рідним та близьким. Через російський удар по Києво-Печерській лаврі горів Успенський собор – церква, чия історія почалася ще в ХІ столітті. І це на сьогодні один із найбільших російських злочинів проти християнської культури. ДСНС уже ліквідували пожежу на даху собору. У Харкові росіяни завдали повторного удару по наших рятувальниках, які гасили пожежу на місці удару по підприємству. Станом на зараз відомо, що, на жаль, п’ять людей загинули. Мої співчуття всім рідним та близьким. Дев’ять людей було поранено. У Дніпрі Росія завдала удару по території залізничної станції, коледжу, підприємств. Були також удари по інших містах і громадах. Під ударами були й Київщина, Дніпровщина, Донеччина, Запоріжжя, Сумщина, Миколаївщина. Так Росія показує світу свої наміри вести війну далі. Дуже важливо, щоб була відповідь країн Групи семи, які зараз збираються на саміт, і щоб вона була рішучою та змістовною: більше тиску на агресора, більше допомоги Україні з ППО, передусім із протибалістикою. Я дякую всім, хто допомагає нам захищати життя.t.meExterner InhaltBeim Anzeigen externer Inhalte werden Daten an Dritte übertragen.Russland setzte bei Angriff 70 Raketen und 611 Drohnen einRussland hat nach Angaben des ukrainischen Militärs die Ukraine in der Nacht mit 70 Raketen und 611 Drohnen angegriffen. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge seien 50 der Raketen und 582 der Drohnen abgefangen worden, teilt das Militär auf Telegram mit. Landesweit gab es ukrainischen Behördenangaben zufolge mindestens neun Tote und Dutzende Verletzte. Kulturministerin Tetjana Bereschna verbreitete auch ein Foto der brennenden Mariä-Entschlafens-Kathedrale auf dem Gelände des Kiewer Höhlenklosters. Sie sprach von einem Angriff auf das Kulturerbe der Menschheit. Die Klosteranlage auf den Hügeln am Fluss Dnipro steht unter dem Schutz der UN-Kulturorganisation Unesco und gehört seit 1990 zum Weltkulturerbe. Ihre Ursprünge reichen bis ins 11. Jahrhundert zurück. Herzstück ist die 1941 im Zweiten Weltkrieg zerstörte und erst Ende der 1990er Jahre wieder aufgebaute Kathedrale.Kostümsammlung durch Angriffe vernichtetDer russische Angriff führte auch zu großen Schäden im Nationalen Oleksandr-Dowschenko-Filmstudio in Kiew. In einem der ältesten Filmstudios der Ukraine sei ein Feuer ausgebrochen, teilte Kulturministerin Tetjana Bereschna bei Facebook mit. „Es wurde die größte und älteste Kostümsammlung der Ukraine vernichtet. Im Studio befanden sich rund 100.000 Kostüme und drei Millionen verschiedene Bekleidungsstücke“, sagte Bereschna, die auch stellvertretende Regierungschefin ist. Neben der Kostümwerkstatt seien weitere Gebäude des Filmstudios beschädigt worden. Benannt ist die zu Sowjetzeiten gegründete Filmproduktionsstätte nach dem ukrainischen Regisseur Oleksandr Dowschenko (1894–1956). Reliquen des Höhlenklosters in Sicherheit gebrachtNach dem Brand auf dem Gelände des weltberühmten Höhlenklosters in Kiew sind die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten „nicht nur kirchlichen, sondern auch nationalen und universellen Wert“, sagte der von der staatlich anerkannten Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher.Der Geistliche dankte allen Klosterbrüdern und den anderen Beteiligten der Rettungsaktion für die Erhaltung der Kirchenschätze. Die Beseitigung der Folgen des Angriffs dauere an, sagte er. Russland hatte die Ukraine in der Nacht erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei geriet auch die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand. Sie ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe der Unesco zählenden Höhlenklosters.Awraamij rief die internationale Gemeinschaft auf, sich unter den Bedingungen des andauernden Krieges für den Schutz des geistigen und kulturellen Erbes der Ukraine einzusetzen. Bei den russischen Angriffen auf Kiew wurden laut Behörden mindestens 4 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. Sabrina FrangosBehörden: Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigtBei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilt der von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der Treibstoffversorgung gekommen.Sabrina FrangosUkraine: Tote nach Luftangriffen auf Kiew und Charkiw - Kiewer Weltkulturerbe in BrandBei massiven russischen Luftangriffen auf die Ukraine sind am Montag in Charkiw fünf Menschen getötet und in Kiew 13 weitere verletzt worden. In der Hauptstadt geriet zudem das als Unesco-Weltkulturerbe eingestufte Kiewer Höhlenkloster in Brand, wie die Behörden mitteilten. Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko sprach von einem brutalen Angriff auf das ukrainische Erbe.Bürgermeister Witali Klitschko zufolge waren 140.000 Einwohner Kiews vorübergehend ohne Strom. Auch ein Hochhaus sowie mehrere Autos und Häuser hätten durch herabstürzende Drohnentrümmer Feuer gefangen. In der zweitgrößten ukrainischen Stadt Charkiw kamen nach Angaben von Innenminister Ihor Klymenko fünf Rettungskräfte bei einem zweiten russischen Angriff ums Leben, mindestens fünf weitere wurden verletzt. Wegen der massiven Angriffe ließ das benachbarte NATO-Land Polen Kampfjets aufsteigen, um, eigenen Angaben zufolge, den Luftraum des Landes zu schützen. Sabrina FrangosPolen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigenAls Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.Sabrina FrangosUkraine: Fünf Verletzte bei Angriff auf Kiew - Brand in historischem KlosterBei einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden nach Behördenangaben fünf Menschen verletzt. Wie der Leiter der Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mitteilt, geriet durch den Angriff das als historisches Wahrzeichen geltende Kiewer Höhlenkloster nach einem direkten Treffer in Brand. Zudem stehe ein Hochhaus in Flammen. Bürgermeister Witali Klitschko zufolge sind 140.000 Einwohner nach Beschädigungen an Oberleitungen derzeit ohne Strom. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anhaltenden Drohnenangriffen.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Bundesregierung kritisiert russische Luftangriffe | FAZ
Höhlenkloster in Kiew getroffen +++ Polen lässt Kampfflugzeuge aufsteigen +++ Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukrainekrieg sprechen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog













