Polen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigenAls Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden bodengestützte Luftabwehrsysteme und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums, insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten.Sabrina FrangosUkraine: Fünf Verletzte bei Angriff auf Kiew - Brand in historischem KlosterBei einem massiven russischen Luftangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew wurden nach Behördenangaben fünf Menschen verletzt. Wie der Leiter der Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, mitteilt, geriet durch den Angriff das als historisches Wahrzeichen geltende Kiewer Höhlenkloster nach einem direkten Treffer in Brand. Zudem stehe ein Hochhaus in Flammen. Bürgermeister Witali Klitschko zufolge sind 140.000 Einwohner nach Beschädigungen an Oberleitungen derzeit ohne Strom. Trümmer abgeschossener Drohnen hätten weitere Häuser und Autos in Brand gesetzt. Die ukrainische Luftwaffe warnt vor anhaltenden Drohnenangriffen.Putin gratuliert Trump zum GeburtstagDer russische Machthaber Wladimir Putin hat Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert. Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Jurij Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Irankrieg und die bilateralen Beziehungen besprochen worden. EU nimmt Verhandlungen über Beitrittsgespräche mit Moldau und Ukraine wieder aufNach dem Ende einer Blockade durch Ungarn nimmt die EU am Montag die Verhandlungen in den Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau wieder auf. Zunächst geht es dabei um Werte und Grundprinzipien, die beide Länder einhalten müssen, um der EU beitreten zu können. Mehr als zwei Jahre nach Beginn des Ukraine-Krieges hatte die EU im Juni 2024 formell Beitrittsgespräche mit der Ukraine aufgenommen. Das komplexe Verfahren dauert üblicherweise Jahre und umfasst Verhandlungen über Themen von der Landwirtschaft bis zur Rechtsstaatlichkeit. Der Beitrittsprozess der Ukraine war wegen des Widerstands der rechtsnationalistischen, ungarischen Regierung unter Viktor Orban zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Nach dem Regierungswechsel in Budapest gab Ungarn sein Veto auf. Selenskyj gratuliert Trump zum GeburtstagDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump haben in einem Telefonat über den Krieg, Diplomatie und Friedensverhandlungen beraten. Selenskyj habe das etwa halbstündige Gespräch auch genutzt, um Trump zu dessen 80. Geburtstag zu gratulieren, teilt der ukrainische Präsidialberater Dmytro Lytwyn mit. Ukraine trifft russische FabrikenDie Ukraine hat mit Drohnenangriffen auf Russland Brände in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl ausgelöst. In der südlich von Moskau gelegenen Region Tula teilte Gouverneur Dmitri Miljajew mit, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. In sozialen Netzwerken gab es Berichte und nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einem Brand. Demnach wurde der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot getroffen. Asot ist eines der größten Chemiewerke Russlands, das vor allem Dünger, aber auch Bestandteile für die Produktion von Munition in Rüstungsbetrieben herstellt. Im Gebiet Jaroslawl sprach Gouverneur Michail Jewrajew von einem Drohnenangriff auf Industrieobjekte für die Lagerung von Kraftstoffen. Es sei zu einem Brand gekommen. Verletzte gebe es nicht, teilte der Beamte mit. Der ukrainische Geheimdienst SBU teilte später mit, dass mehrere Drohnen in das als Staatsreserve genutzte Lager in Rybinsk eingeschlagen seien. Die dort gelagerten Kraftstoffe, darunter Benzin und Diesel, würden auch für die Versorgung der russischen Armee genutzt - und seien deshalb legitime Ziele, teilte der SBU mit. Auf einem vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj veröffentlichten Video sind ein Großbrand mit schwarzen Rauchwolken und fliegenden Drohnen zu sehen.Starmer: Haben Öltanker der russischen Schattenflotte abgefangenGroßbritannien hat nach Angaben von Premierminister Keir Starmer einen Öltanker der sogenannten Schattenflotte beim Versuch abgefangen, den Ärmelkanal zu durchqueren. Der Streitkräfte-Einsatz sei auf seine Anweisung hin in den frühen Morgenstunden erfolgt, teilt Starmer auf der Plattform X mit. Die erfolgreiche Operation versetze Russland einen weiteren Schlag.Ukraine setzt Attacken auf russische Industrie fortDie Ukraine hat mit weiteren Drohnenangriffen auf Russland in Industrieanlagen in den Gebieten Tula und Jaroslawl Brände ausgelöst. In der südlich von Moskau gelegenen Region Tula berichtete Gouverneur Dmitri Miljajew, dass Trümmer einer abgeschossenen Drohne auf das Gelände einer Chemiefabrik in Nowomoskowsk gefallen seien. In sozialen Netzwerken gab es Berichte und nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einem Brand. Demnach wurde der für die Kriegswirtschaft wichtige Betrieb Asot getroffen.Atomkraftwerk Saporischschja wieder am Stromnetz Nach fast drei Tagen ist das von russischen Truppen besetzte Atomkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine wieder an das Stromnetz angeschlossen worden. Eine beschädigte Hochspannungsleitung sei repariert worden, teilten die von Moskau eingesetzte Kraftwerksleitung und der ukrainische Atomkonzern Energoatom übereinstimmend auf Telegram mit. Die seit Mittwoch zur Stromversorgung eingesetzten Dieselgeneratoren sind demnach wieder im Bereitschaftszustand.Nach ukrainischen Angaben war es bereits der 19. Stromausfall, seitdem russische Truppen zu Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 das Kraftwerk eroberten. Beide Kriegsparteien werfen einander regelmäßig vor, durch Kampfhandlungen für die Stromausfälle verantwortlich zu sein. Das mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt größte Atomkraftwerk Europas wurde daher aus Sicherheitsgründen heruntergefahren. Die Internationale Atomenergiebehörde hat Beobachter im Kraftwerk stationiert und die Kriegsparteien zur Zurückhaltung aufgerufen. Sebastian GubernatorUkraine greift abermals russische Ölanlagen anDie Ukraine hat auch heute gezielt die Infrastruktur der russischen Ölindustrie angegriffen. Dabei wurde in der Hafenstadt Temrjuk in der Region Krasnodar ein Mensch getötet, teilte Gouverneur Weniamin Kondratjew auf Telegram mit. In einem Hafenterminal sei ein Feuer ausgebrochen. Das ukrainische Militär und der Geheimdienst SBU erklärten, sie hätten in der Nacht mehrere Ziele in Russland getroffen. Dazu gehöre neben dem Hafenterminal eine Ölverarbeitungs- und Pumpanlage in der Region Wolgograd.Am Terminal Tamanneftegaz in der Region Krasnodar sind nach SBU-Angaben fünf Treibstofftanks und zwei Ölverladestationen getroffen worden. In der Region Wolgograd löste ein anderer Angriff den regionalen Behörden zufolge ein Feuer in einem Industriegebiet im Bezirk Kotowo aus. Gouverneur Andrej Botscharow nannte keine Details zu den Schäden. Der ukrainische Generalstab bestätigte den Angriff und teilte mit, nahe der Stadt Kotowo sei ein Komplex getroffen worden, in dem Öl in Pipelines zu Raffinerien und für den Export gepumpt werde.Sabrina FrangosRussland meldet Abschuss von 185 ukrainischen Drohnen – ein ToterRussland ist am Freitag Ziel eines massiven ukrainischen Drohnenangriffs geworden. Das Verteidigungsministerium in Moskau meldete den Abschuss von 185 unbemannten Fluggeräten innerhalb von zwölf Stunden. Diese seien über rund einem Dutzend Regionen abgefangen worden, vor allem in Zentralrussland. In der Region Brjansk kam nach Angaben des dortigen Gouverneurs in einem grenznahen Dorf ein Mensch ums Leben. Eine weitere Person sei verletzt worden, teilte Jegor Kowaltschuk mit. Dem regionalen Einsatzstab zufolge wurden allein in der Region Brjansk 62 Drohnen zerstört.Auch die Hauptstadt Moskau wurde offenbar angegriffen. Mehrere auf die Metropole zusteuernde Drohnen seien abgewehrt worden, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin im Kurznachrichtendienst Telegram. Fachleute untersuchten die Trümmerteile an den Absturzstellen. Nach einer Auswertung russischer Nachrichtenagenturen wurden in Moskau 27 Drohnen zerstört.Die Ukraine hat ihre Luftangriffe auf Ziele im Nachbarland zuletzt verstärkt. Dabei nimmt sie vor allem Anlagen der Ölindustrie ins Visier.Irem YildirimIWF gibt grünes Licht für weitere millionenschwere Hilfskredite für die Ukraine Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist nach eigenen Angaben bereit, der Ukraine im Rahmen seines Hilfsprogramms eine weitere Tranche in Höhe von 690 Millionen Dollar (umgerechnet 596 Millionen Euro) zur Verfügung zu stellen. Die Zahlung könne aber erst nach einer formellen Genehmigung des IWF-Vorstands fließen, gab der Währungsfonds am Freitag bekannt.Der Mitteilung zufolge werden sich die seit Jahresbeginn an die Ukraine gezahlten Hilfen damit auf 2,2 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) erhöhen. Das entsprechende Programm des in Washington ansässigen IWF ist auf vier Jahre angelegt, während der insgesamt 8,1 Milliarden Dollar (sieben Milliarden Euro) an Kiew fließen sollen. Als Gegenleistung für die Kredite hatte der IWF Strukturreformen mit der Ukraine vereinbart. Diese seien jedoch nicht fristgerecht umgesetzt worden, erklärte der IWF. Vertreter des Währungsfonds hätten sich mit den ukrainischen Behörden deshalb auf einen überarbeiteten Zeitplan geeinigt. Die „jüngsten Korruptionsfälle“ zeigten die Notwendigkeit von Reformen „öffentlicher Unternehmen und Banken“, hieß es weiter. Irem YildirimUN: Höchststand ziviler Opfer in der Ukraine seit April 2022 Die Vereinten Nationen haben in der von Russland angegriffenen Ukraine im Mai einen Höchststand an verletzten und getöteten Zivilisten innerhalb eines Monats seit April 2022 registriert. Mindestens 274 Menschen seien im Mai getötet und weitere 1.763 verletzt worden, heißt es in einem Bericht des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte. Das entspreche einem Anstieg um 93 Prozent im Vergleich zum Mai 2025, wo demnach 191 Tote und 865 Verletzte registriert worden waren.Auf Angriffe mit Raketen und Drohnen gehen demnach 45 Prozent der Opfer zurück, meist in Städten fernab der Front wie Kiew und Dnipro. Nahe der Front seien Drohnen mit kurzer Reichweite die Hauptursache für zivile Opfer gewesen. Noch nie seit Kriegsbeginn seien damit so viele Menschen in einem Monat getötet (64) und verletzt (539) worden wie im Mai. Irem YildirimRegierung der Ukraine schafft Schutzstatus für russische Sprache abDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Freitag ein Gesetz unterzeichnet, das der russischen Sprache ihren bisherigen Schutzstatus in dem Land wieder aberkennt. „Die Sprache eines Aggressorstaates kann nicht von Schutzinstrumenten profitieren, die indigenen Völkern oder nationalen Minderheiten helfen sollen“, erklärte der ukrainische Parlamentspräsident Ruslan Stefantschuk im Onlinedienst Facebook. Der Schritt sei „eine wichtige Entscheidung, um den ukrainischen Sprachraum zu schützen“, fügte er hinzu. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine-Liveticker: Polen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigen| FAZ
Massive russische Angriffe auf Ukraine +++ Selenskyj will bei G7-Gipfel mit Trump über Ukraine-Krieg sprechen +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Ukraine zerstört mit Drohnen Russlands Chemiewerk Asot und Treibstofflager; Polen sichert Luftraum; 140.000 Kiewer ohne Strom. Implikation: Tech-Manager müssen Cloud- und kritische Infrastruktur gegen geopolitische Ausfallrisiken durch Dezentralisierung absichern.






