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Russland: 500 Drohnen attackieren die Ukraine – Polen setzt Kampfjets ein Russland nimmt Lwiw unter Beschuss und fliegt schwere Luftangriffe in der gesamten Ukraine. Das versetzt das Nachbarland Polen in Alarmbereitschaft.

05.10.2025 - 14:58 Uhr aktualisiert Artikel anhörenDonald Tusk vor polnischen F-16 Jets: Land in Alarmbereitschaft. Foto: Agencja Wyborcza.pl via REUTERSLwiw. Russland hat die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen und dabei nach Angaben örtlicher Behörden mindestens fünf Menschen getötet. Zudem wurden landesweit Energieanlagen und andere zivile Infrastruktur beschädigt, wie die ukrainischen Behörden weiter mitteilten.Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge setzte Russland bei dem Angriff in der Nacht auf Sonntag mehr als 50 Raketen und fast 500 Drohnen ein. Vor allem die westliche Region Lwiw an der Grenze zu Polen nahm das russische Militär ins Visier.Laut Regionalgouverneur Maxym Kosyzkyj war es der bislang schwerste Angriff auf Lwiw seit Kriegsbeginn. Russland habe allein diese Region mit 140 Drohnen und 23 Raketen attackiert. Als Reaktion darauf ließ Polen zum Schutz seines Luftraums wieder Kampfflugzeuge aufsteigen.Vier der Todesopfer waren den Angaben zufolge Mitglieder einer Familie, die ums Leben kamen, als ihr Wohnhaus in einem Dorf in der Region Lwiw zerstört wurde. Rettungskräfte gruben sich durch die Trümmer des Gebäudes, von dem nur noch das Fundament stand.Zehn weitere Häuser in der Umgebung seien irreparabel beschädigt worden, sagte ein Behördenvertreter. In der gleichnamigen Regionalhauptstadt stand ein Industriegebiet in Flammen, es kam zu Stromausfällen und mehreren Bränden, wie Bürgermeister Andrij Sadowyj mitteilte.Tausende Haushalte ohne StromIn der südostukrainischen Region Saporischschja kam den Behörden zufolge ein Mensch ums Leben, zehn weitere wurden verletzt. Mehr als 73.000 Haushalte waren dort ohne Strom, teilte Gouverneur Iwan Fedorow mit.Auch in den Regionen Iwano-Frankiwsk, Winnyzja, Tschernihiw, Cherson, Charkiw und Odessa sei zivile Infrastruktur beschädigt worden, erklärte Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko. „Ein weiterer vorsätzlicher Terrorakt gegen Zivilisten“, schrieb sie auf der Online-Plattform X. Auch die Stromversorgung in der nördlichen Region Sumy war dem Energieministerium zufolge beeinträchtigt.Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Streitkräfte hätten über Nacht Einrichtungen der ukrainischen Militärindustrie sowie Gas- und Energieinfrastruktur ins Visier genommen. Russland hat seine Angriffe auf das ukrainische Energienetz in den vergangenen Wochen verstärkt, während der vierte Kriegswinter naht und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der Kämpfe ins Stocken geraten sind.Belarussische Schmugglerballons legen Flughafen Vilnius lahmDas Nato-Mitglied Polen setzte erneut Kampfjets ein, um seinen Luftraum zu sichern. Auch Flugzeuge von Nato-Verbündeten seien im Einsatz gewesen, teilte das polnische Einsatzkommando auf X mit. Bodengestützte Luftabwehr- und Radaraufklärungssysteme seien in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden.Die Nato-Mitglieder an der Ostflanke sind in hoher Alarmbereitschaft, seit Polen im September mutmaßlich russische Drohnen in seinem Luftraum abgeschossen hat und es in Europa wiederholt zu Störungen im Flugverkehr durch Drohnensichtungen kam, wie in München und Kopenhagen.Luftabwehr Dobrindt kündigt Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei an Verwandte Themen PolenRusslandNATOUkraineVerteidigungsministeriumRüstungsindustrieSo wurde der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius über Nacht für mehrere Stunden geschlossen. Grund dafür waren mehrere Ballons, die am späten Samstagabend auf den Flughafen zusteuerten. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Helium-Wetterballons mit geschmuggelten Zigaretten aus dem benachbarten Belarus. Sie seien in Richtung des Flughafens abgedriftet, teilte das Nationale Krisenzentrum (NCMC) mit.Insgesamt seien 25 Ballons im litauischen Luftraum entdeckt worden, zwei davon seien direkt über dem Flughafen Vilnius geflogen. Sieben Ballons seien von den Behörden sichergestellt worden. Der Flughafen nahm am frühen Sonntagmorgen den Betrieb wieder auf. Betroffen von der Flugfhafen-Sperrung waren 30 Flüge und fast 6000 Passagiere. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt