Etwa 2000 Schiffe sitzen wegen der Blockade der Straße von Hormus noch am Persischen Golf fest, beinahe 50 davon aus Deutschland. Die Branche begrüßt das Friedensabkommen zwischen den USA und Iran – wartet jedoch erst mal ab.

15.06.2026, 13.43 Uhr

Containerriese von Hapag-Lloyd: Vier Schiffe der größten deutschen Reederei sitzen im Persischen Golf fest

Reedereien weltweit reagieren zurückhaltend auf die Entspannung zwischen den USA und Iran und die damit verbundene Aussicht auf eine baldige Öffnung der Schifffahrtsstraße von Hormus. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) mit. „Jetzt kommt es darauf an, Vertrauen und Sicherheit wiederherzustellen.“ Ob die für Freitag angekündigte Vereinbarung zu einer dauerhaft sicheren und verlässlichen Passage durch die Straße von Hormus führe, müsse sich erst noch beweisen.

Reedereien zögern jedoch noch. „Wir sind vorsichtig optimistisch“, so Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des VDR. Der Reederverband hat offenbar die nach wie vor bestehende Minengefahr in der Straße von Hormus im Blick. Die Vorbereitungen für eine mögliche Beteiligung deutscher Minenjagdboote an Maßnahmen zur Sicherung der Schifffahrt in der Region sei ein entscheidender Schritt zur Gewährung einer sicheren Durchfahrt, heißt es in der Mitteilung. Voraussetzung für einen Einsatz der Bundeswehr sei ein Mandat des Deutschen Bundestages.