Stehen zwei Linke vor sozialem Wohnbau. Fragt der eine: »Ist das schon Sozialismus?« Sagt die andere: »Ich glaube schon.« Kerstin Wolter und Philipp Möller blicken auf den Block B der Wohnsiedlung Alterlaa im Südwesten Wiens. 300 Meter breit und 27 Stockwerke hoch prangt der parabelförmige Riegel vor ihnen in der Mittagssonne. Die Swimmingpools auf dem Dach sind von hier aus nicht zu sehen, aber Kinderrufe und Planschgeräusche schallen in den Hof hinunter. Der Wiener Wohnpark Alterlaa ist der Beton gewordene Traum eines jeden Linken: Sozialbau trifft öffentlichen Luxus. Schon im vergangenen Jahr schlug die Linkspartei in Berlin vor, nach dem Vorbild Alterlaas auf Neubaudächern Schwimmbäder zu bauen. Nun hat dort der Wahlkampf begonnen. Und eine Berliner Delegation begibt sich zur wohnpolitischen Inspiration in die österreichische Hauptstadt.
Wohnpark Alterlaa in Wien: So schön könnte Wohnen sein
Wien gilt weltweit als Vorbild für sozialen Wohnbau. Auch Berliner Linke lassen sich im Wohnpark Alterlaa inspirieren. Taugt das Modell noch?
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