PfadnavigationHomePolitikAuslandNaher OstenIran und USA einigen sich laut Vermittlerstaat Pakistan auf FriedensabkommenStand: 23:35 UhrLesedauer: 3 MinutenDie israelische Armee hat als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah Ziele im Libanon bombardiert. Dabei kamen nach libanesischen Angaben mindestens ein Mensch ums Leben.Der pakistanischen Regierung zufolge haben sich die USA und der Iran auf eine Absichtserklärung zum Ende der Kampfhandlungen geeinigt. Zuvor hatten israelische Angriffe auf den Libanon noch für Spannungen gesorgt und US-Präsident Trump verärgert.Die USA und der Iran haben sich nach Angaben der pakistanischen Regierung auf ein Friedensabkommen geeinigt. Beide Seiten hätten nach intensiven Gesprächen die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten erklärt, teilte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Dies schließe auch den Libanon ein. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant.Kurz zuvor hatte das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump berichtet, eine Einigung stehe unmittelbar bevor. Diese sehe vor, dass der Iran keine Atomwaffen anstrebe und die Straße von Hormus umgehend öffne. Im Gegenzug könnten Sanktionen gegen die Islamische Republik aufgehoben werden, Bargeldzahlungen seien jedoch nicht vorgesehen, sagte Trump der Zeitung. Zudem solle es strenge Kontrollen geben. Der Abtransport von nuklearem Material aus dem Iran habe für ihn derzeit keine Priorität und könne später erfolgen. Die Seeblockade gegen den Iran bezeichnete Trump als wirksam und „mächtiger als die Angriffe“.Lesen Sie auchDie iranische Nachrichtenagentur Fars hatte am Sonntag unter Berufung auf Insider gemeldet, der Iran habe noch keine endgültige Entscheidung über das Rahmenabkommen getroffen. Die politischen, rechtlichen und technischen Aspekte würden noch geprüft. Bereits am Samstag hatte es von iranischer Seite geheißen, eine Unterzeichnung werde nicht am Sonntag stattfinden, könne aber in den kommenden Tagen erfolgen. Noch am Sonntag hatte Teheran nach israelischen Angriffen auf Vororte von Beirut die Einigung infragegestellt. „Wenn ihr (USA) weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen“, schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen grünes Licht zu geben, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erwirken.Trump kritisierte den israelischen Angriff scharf. Er „hätte nicht passieren dürfen“, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social und verwies auf die womöglich bevorstehende Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Kriegs. „Wir stehen kurz vor einer Einigung, die der Region, einschließlich dem Libanon, Frieden bringen wird, und alle Seiten sollten sich zurückhalten“, betonte Trump. Der US-Präsident forderte ein Ende der israelischen Angriffe auch in anderen Teilen des Libanon sowie der Angriffe anderer Parteien, darunter die Hisbollah-Miliz.Lesen Sie auchDie israelische Armee hatte am Sonntag die südlichen Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut angegriffen, die als Hochburg der pro-iranischen Hisbollah-Miliz gelten. Das Militär habe Attacken in der Gegend von Dahijeh ausgeführt als „Antwort auf Angriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium“, erklärten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Mitteilung. Die israelische Armee teilte mit, sie habe eine Infrastrukturanlage in Dahijeh „präzise getroffen“.Reuters/jm/säd