Abkommen soll am Freitag in der Schweiz unterzeichnet werdenDie USA und Iran haben sich nach Angaben ​der pakistanischen Regierung auf ein Friedensabkommen geeinigt. Beide Seiten hätten nach ⁠intensiven Gesprächen die sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten erklärt, teilte der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif am Sonntag auf dem Kurznachrichtendienst X ‌mit. Dies schließe auch Libanon ein. Die offizielle Unterzeichnung der Vereinbarung sei für kommenden Freitag (19. Juni) in der Schweiz geplant. Nach dem Vermittler Pakistan hat auch US-Präsident Donald Trump die Einigung auf ein Abkommen mit Iran bestätigt. Er genehmige hiermit die Öffnung der Straße von Hormus und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade gegen iranische Häfen an, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Kurz zuvor ‌hatte das „Wall Street Journal“ ‌unter Berufung auf US-Präsident Donald Trump berichtet, eine Einigung stehe unmittelbar bevor. Diese sehe vor, dass Iran keine Atomwaffen anstrebe und die Straße von Hormus ​umgehend öffne. Im Gegenzug könnten Sanktionen ⁠gegen die Islamische Republik aufgehoben werden, Bargeldzahlungen seien jedoch nicht vorgesehen, sagte Trump der Zeitung. Zudem ​solle es strenge Kontrollen geben. Der Abtransport von nuklearem Material aus Iran habe für ⁠ihn derzeit keine ‌Priorität und könne später erfolgen. Die Seeblockade gegen Iran bezeichnete Trump als wirksam und „mächtiger als die Angriffe“.Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte am Sonntag ⁠unter Berufung auf ⁠Insider gemeldet, der Iran habe noch keine endgültige Entscheidung über das Rahmenabkommen getroffen. ⁠Die politischen, ​rechtlichen und ⁠technischen Aspekte würden noch geprüft. Bereits ​am Samstag hatte es von iranischer Seite geheißen, ‌eine Unterzeichnung werde nicht am Sonntag stattfinden, könne aber in den kommenden Tagen ​erfolgen. Hanna MasaUN-Generalsekretär kritisiert israelischen Angriff auf Beirut UN-Generalsekretär António Guterres hat den israelischen Angriff auf Vororte von Beirut kurz vor der möglicherweise bevorstehenden Unterzeichnung eines Abkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs scharf kritisiert. „Die Angriffe fanden trotz der Waffenruhe statt und zu einem Zeitpunkt, an dem eine Einigung der Vereinigten Staaten und der Islamischen Republik Iran erwartet wird, die den Weg für eine friedliche Lösung dieses Konflikts ebnen wird“, erklärte der UN-Generalsekretär am Sonntag.„Ich fordere alle Seiten auf, in diesem entscheidenden Moment größtmögliche Zurückhaltung auszuüben“, fügte Guterres hinzu. Hanna MasaIrans Nationaler Sicherheitsrat droht nach Israels Angriff mit Reaktion Nach einem Angriff Israels auf die pro-iranische Hizbullah-Miliz in südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut hat der iranische Sicherheitsrat mit einer raschen Reaktion gedroht: „Die Reaktion der Kämpfer des Islam steht unmittelbar bevor“, erklärte der iranische oberste Nationale Sicherheitsrat am Sonntag im Onlinedienst X. "Libanon ist unser Leben, und eine Überschreitung der roten Linien der Islamischen Republik wird nicht toleriert werden“, hieß es weiter. Zuvor hatte Irans Präsident Massud Peseschkian erklärt, der Nationale Sicherheitsrat halte an den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Iran-Kriegs fest. Der Rat habe entschieden, „dass der Weg des Dialogs weiter verfolgt werden soll“, sagte Peseschkian. Hanna MasaHizbullah setzt Angriffe auf Israels Norden fortDie libanesische Hizbullah-Miliz hat ihre Angriffe auf den Norden Israels auch nach israelischem Beschuss in Vororten von Beirut fortgesetzt. Ein aus Libanon abgefeuertes Geschoss sei in der Nähe der Grenzstadt Kiriat Schmona eingeschlagen, teilte die israelische Armee am Abend mit. Es sei zu weiteren Einschlägen „verdächtiger Flugkörper“ auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zu Libanon gekommen. Außerdem seien mehrere Geschosse in der Nähe israelischer Soldaten in Südlibanon niedergegangen. Es gab zunächst keine Berichte zu Verletzten.Irans Präsident nimmt Verhandler in SchutzDer iranische Präsident Massud Peseschkian hat das iranische Verhandlungsteam gegen die Kritik einiger Hardliner-Gruppen in Schutz genommen. „Die Mitglieder als Vaterlandsverräter zu bezeichnen, ist schlicht unfair und gegen die nationalen Interessen des Landes“, sagte der Präsident. Bei nächtlichen Versammlungen in der Hauptstadt Teheran und anderen Städten war es am Samstagabend zu Protesten und Parolen gegen die beiden Hauptakteure des iranischen Verhandlungsteams, Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi, gekommen. „Ihr solltet euch schämen“ und „Tod den Kompromissmachern“ gehörten zu den zentralen Rufen der Kundgebungen.Teheran will weiter verhandelnDer oberste Nationale Sicherheitsrat Irans hält nach den Worten von Präsident Masud Peseschkian an den Verhandlungen mit den USA über ein Ende des Irankriegs fest. Der Rat habe entschieden, „dass der Weg des Dialogs weiter verfolgt werden soll“, sagte Peseschkian am Sonntag nach Angaben des Präsidialamts bei einem Treffen mit Medienvertretern. Israel bereitet sich auf Beschuss vorDie israelische Armee stellt sich nach ihrem Angriff auf einen Vorort von Beirut eigenen Angaben zufolge auf mögliche Gegenangriffe ein. Sie bereite sich „auf möglichen Beschuss des israelischen Staatsgebiets in den kommenden Stunden vor“, erklärte die Armee am Sonntag. Trump will ein Ende der israelischen Angriffe auf Ziele in LibanonDer amerikanische Präsident Donald Trump hat den Gegenangriff Israels in Libanon verurteilt. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, „insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind“, schrieb der Republikaner auf der Plattform Truth Social. Nach Angriffen der libanesischen Hizbullah-Miliz auf den Norden Israels griff die israelische Luftwaffe am Sonntag abermals Ziele im Raum der libanesischen Hauptstadt Beirut an. Trump schrieb, Israel habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen – niemand sei getötet oder verletzt worden. Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit Iran zu schließen, das Frieden für die Region – Libanon eingeschlossen – bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo in Libanon geben, schrieb der US-Präsident weiter, und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschließlich der Hizbullah, gegen Israel mehr geben. Israel greift Beirut aus der Luft anDie israelische Armee hat Luftangriffe in Beirut durchgeführt. Am Mittag im Internet verbreitete Videos zeigten Rauchwolken, die aus der Dahiyeh aufstiegen, den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt. Am vergangenen Sonntag hatten ähnliche Angriffe dazu geführt, dass Iran Raketen auf Israel abfeuerte. Die israelische Armee sprach in einer ersten Mitteilung davon, dass sie „Infrastrukturgelände der Hizbullah präzise angegriffen“ habe. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz hoben laut israelischen Medienberichten in einem gemeinsamen Statement hervor, der Angriff sei eine Reaktion auf „Beschuss israelischen Territoriums“ durch die Hizbullah gewesen. Über Opfer war vorerst nichts bekannt. Am Sonntag hatten bis zum Mittag drei Hizbullah-Drohnen den Norden Israels erreicht. In einem Bericht des Armeeradios darüber wurde hervorgehoben, dass die israelische Armee in Antwort darauf „noch nicht“ Beirut bombardiert habe. Am Montag hatte Katz verkündet, jede Attacke auf die Orte im Norden Israels werde einen Angriff auf die Dahiyeh nach sich ziehen. Zugleich hieß es in mehreren Berichten, das bevorstehende Abkommen zwischen den USA und Iran werde auch die theoretisch geltende Waffenruhe an der israelisch-libanesischen Front erneuern und möglicherweise verstärken. In Israel wurde daraufhin beträchtliche Kritik an dieser möglichen Bestimmung geäußert. Verhandler aus Katar in TeheranKatarische ‌Unterhändler sind einem Insider zufolge diesen Morgen nach Teheran geflogen. Die Reise ‌stehe ‌im Zusammenhang mit den Bemühungen um den Abschluss eines Abkommens zur Beendigung des ​Krieges zwischen ⁠den USA und Iran, sagt die mit der ​Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Sebastian GubernatorTrump kündigt Unterzeichnung von Abkommen am Sonntag anUS-Präsident Donald Trump hat die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit Iran für diesen Sonntag angekündigt. „Das Abkommen soll morgen unterzeichnet werden, und unmittelbar nach der Unterzeichnung ist die Straße von Hormus für alle geöffnet“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Unmittelbar danach solle die Straße von Hormus wieder geöffnet werden.. Trump machte dabei weder Angaben dazu, wie und wo die Vereinbarung unterzeichnet werden soll noch von wem genau. Aus Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung, aber auch kein Dementi. Zuvor hatte ein Sprecher des iranischen Außenministeriums erklärt, das Abkommen werde nicht am Sonntag unterzeichnet, sondern eher „in den kommenden Tagen".Trump betonte in seinem Post, dass Iran im Zuge einer Einigung keine Gelder erhalten werde. Zu gegebener Zeit, wenn sich alles beruhigt habe, werde man in das Land gehen und Irans verschütteten Uranvorräte bergen. Diese sollten dann verdünnt und vernichtet werden – „ob in Iran oder in den Vereinigten Staaten“.Sebastian GubernatorTeheran will Gebühren in Straße von Hormus erhebenFür zunächst nicht näher beschriebene Dienstleistungen will Iran in der Straße von Hormus künftig Gebühren erheben. Schritte zur Gewährleistung eines sicheren Schiffsverkehrs in der Meerenge dienten ⁠der nationalen Sicherheit und dem weltweiten Gemeinwohl, teilte das Außenministerium der Nachrichtenagentur Fars zufolge mit. Zudem forderte das Ministerium ein Ende der ausländischen Militärpräsenz in der Region und bezeichnete die Freigabe eingefrorener iranischer Gelder als festen Bestandteil eines geplanten Abkommens mit den USA.Sebastian GubernatorIran schließt Unterzeichnung von Abkommen am Sonntag ausDie iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Unterzeichnung eines möglichen Friedensabkommens mit den USA an diesem Wochenende ausgeschlossen. „Wir müssen abwarten, bis das genaue Datum der Unterzeichnung feststeht“, sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei, der iranischen staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Das werde „nicht morgen, am Sonntag“, sondern eher „in den kommenden Tagen“ der Fall sein.Zuvor hatte der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif, dessen Regierung zwischen Teheran und Washington vermittelt, auf X erklärt, eine Einigung werde „voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden erwartet“. Pakistan bereite sich „auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens direkt danach vor“, schrieb Sharif weiter. Danach sollten „technische Gespräche auf Fachebene in der kommenden Woche“ folgen.Pakistan: Iran-Deal voraussichtlich innerhalb von 24 Stunden Im Krieg zwischen den USA und Iran schürt der Vermittler Pakistan weiter Hoffnungen auf den baldigen Abschluss eines Abkommens. „Da mit der Finalisierung voraussichtlich in den nächsten 24 Stunden zu rechnen ist, bereitet sich Pakistan auf die elektronische Unterzeichnung des Friedensabkommens unmittelbar danach vor“, schrieb Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif auf der Online-Plattform X. Auch bereite man sich auf Gespräche auf technischer Ebene in der kommenden Woche vor. „Wir sind einem Friedensabkommen näher als je zuvor“, erklärte Sharif. „Wir sind zuversichtlich, dass dieses historische Friedensabkommen eine solide Grundlage für dauerhaften Frieden bilden wird.“ Mehr ladenTickarooLive Blog Software