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Kurt Rosipka ist ein bescheidener Mann. Einer, der sich selten beschwert. Aber das mit dem Taschengeld, das kränkt ihn dann doch. Er sei ja kein Kind mehr, sondern gerade 88 Jahre alt geworden. »Angemessener Barbetrag zur persönlichen Verfügung«, heißt es im Sozialgesetzbuch dazu. Vorgesehen pro Monat: 152 Euro.

Rosipka lebt in Zimmer 20 im Vergissmeinnichtweg. So heißt der Gang im Kellergeschoss seiner Pflegeeinrichtung im Südosten Berlins. Im Erdgeschoss ist der Kleeweg, in der ersten Etage der Tulpenweg. Rosipkas Zimmer hat 14 Quadratmeter, ein Bett, ein Tisch, ein Schrank, an den Wänden Fotos seiner Familie.