Es soll ein historischer Moment werden, wenn sich am Montag in Luxemburg die Delegationen der 27 EU-Staaten mit denen aus Kiew und Chișinău an den Tisch setzen. Alle 27 Mitgliedstaaten haben sich am 12. Juni 2026 darauf geeinigt, mit der Ukraine und Moldau den ersten Beitrittscluster zu öffnen; die formale Regierungskonferenz ist für den 15. Juni 2026 in Luxemburg vorgesehen. Geöffnet wird der Cluster „Fundamentals“ – Rechtsstaatlichkeit, demokratische Institutionen, Justiz, öffentliche Verwaltung. Es ist, in der Sprache der Brüsseler Diplomatie, „das Rückgrat des Beitrittsprozesses“.
In der Sprache der politischen Realität ist es etwas anderes: eine Choreografie. Eine Inszenierung von Bewegung, wo Stillstand herrscht. Ein diplomatisches Placebo.
Die symbolische Hülle einer Verhandlung
Die Begeisterung der Brüsseler Spitzen liest sich, als hätten Ursula von der Leyen und António Costa eine Friedensformel gefunden. Sie sprechen vom „Rückgrat des Beitrittsprozesses“, von „Anerkennung der Entschlossenheit, des Mutes und der harten Arbeit beider Länder“ und davon, dass „eine größere Europäische Union in unserem gemeinsamen Interesse“ sei. Wolodymyr Selenskyj nennt die Entscheidung „bedeutende politische und moralische Unterstützung“.












