Düsseldorf. Bevor wir nach vorn blicken, schauen wir kurz zurück. Denn die „Neue Klasse“ war für BMW immer schon mehr als nur eine Produktbezeichnung – es war ein Befreiungsschlag.Ende der 1950er-Jahre steckte BMW in einer tiefen Krise. Das Unternehmen produzierte einerseits teure Luxuslimousinen (den riesigen 502), andererseits den winzigen Isetta-Kabinenroller – aber nichts dazwischen. Ein Übernahmeversuch durch Daimler-Benz drohte BMW vom Markt zu fegen. Die Aktionäre stimmten 1959 auf einer dramatischen Hauptversammlung knapp gegen den Verkauf.Auf der IAA 1961 präsentierte BMW dann den 1500 – eine kompakte, sportliche Mittelklasse-Limousine mit 1,5-Liter-Vierzylindermotor. Die „Neue Klasse“ war geboren. Das Auto war modern, leistungsstark, bezahlbar – und nicht weniger als die Rettung von BMW.Um die Existenz geht es dieses Mal nicht. Stattdessen geht es darum, einen Beweis anzutreten: Trotz aller Konkurrenz von BYD bis Tesla können die Deutschen auch bei der Elektromobilität in der Spitze mitspielen. Auch wenn das Auto streng genommen nicht in Deutschland, sondern im ungarischen Debrecen vom Band läuft.
BMW iX3 im Test: Viel Technik, viel Reichweite, viel Komfort
Das Design ist mutig, der Antrieb neu und ohnehin hat sich BMW mit dem iX3 in ganz neues Terrain vorgewagt. Manchmal ist der Hersteller dabei auch zu weit gegangen.
BMW präsentiert den iX3 aus Debrecen als Antwort auf Tesla und BYD und setzt auf kostengünstige Fertigung im EV-Segment. Nearshoring in Ungarn wird für europäische Autohersteller strategisch, um Produktionskosten zu senken und globale EV-Konkurrenz zu bestehen.







