Deutschland hängt trotz der russischen Invasion in der Ukraine viel stärker an russischem Fisch als gedacht. Nun prüft die Bundesregierung die Folgen neuer EU-Sanktionen.

Die Bundesregierung unterstützt die geplanten EU-Sanktionen gegen russische Fischimporte grundsätzlich, prüft aber noch deren mögliche Auswirkungen auf Deutschland. Das teilte ein Sprecher des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) auf Anfrage der Berliner Zeitung mit.

„Die Bundesregierung unterstützt Maßnahmen, die dazu beitragen, Russland die wirtschaftliche Basis zu entziehen, seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzusetzen“, erklärte der Sprecher.

Merz-Regierung unterstützt neue Fisch-Sanktionen – und prüft erst die Folgen

Gleichzeitig würden die möglichen Folgen des Vorschlags der EU-Kommission derzeit gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft geprüft. „Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat prüft momentan gemeinsam mit den Wirtschaftsbeteiligten und der Wissenschaft sorgfältig die möglichen Auswirkungen des Vorschlags der EU-Kommission, die Einfuhr von russischem Fisch zu sanktionieren“, so der Sprecher weiter.