Auf die Produzenten von Fischstäbchen, Schlemmerfilets und anderen Tiefkühl-Fischgerichten kommen frostige Zeiten zu. Grund ist das kommende Sanktionspaket der EU gegen Russland. Die Pläne der EU-Kommission sehen offenbar vor, dass die Einfuhr von Alaska-Seelachs aus Russland in die EU innerhalb von zwei Jahren um die Hälfte reduziert werden muss. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa nach entsprechenden Recherchen. Angesichts des begrenzten Angebots könnte dies zu Produktionseinschränkungen und höheren Preisen führen.

Konkret ist den Plänen zufolge vorgesehen, die Importmenge sofort nach Inkrafttreten des neuen Sanktionspakets auf den Durchschnittswert der Jahre 2023 bis 2025 zu begrenzen. Nach einem Jahr sollen dann nur noch 75 Prozent der Menge und nach zwei Jahren nur noch 50 Prozent importiert werden dürfen.Russland soll weitere Einnahmequellen verlierenDie Strafmaßnahme hat zum Ziel, die Einnahmen der Exportwirtschaft Russlands weiter zu reduzieren, um dem Land die Kriegsführung gegen die Ukraine zu erschweren. Zeitweise war auch ein komplettes Einfuhrverbot diskutiert worden. Diese Idee wurde allerdings wegen der Möglichkeit von erheblichen negativen Folgen für europäische Unternehmen und Bürger vorerst wieder verworfen.