Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesSüdkorea dreht das Spiel gegen TschechienZDF verpasst sieben Minuten der WM-EröffnungsfeierMussten die drei roten Karten sein?Ein unspektakulärer Sieg für den Co-Gastgeber und wenig Protest zum StartStadion-Party zum WM-Start in Mexiko Bei Titelgewinn: DFB-Elf winkt RekordprämieSollte die deutsche Mannschaft tatsächlich Weltmeister werden, würden die Spieler vom Deutsche Fußball-Bund (DFB) mehr Geld als jemals zuvor erhalten. Die genaue Summe ist wohl noch nicht final verhandelt, aber Geschäftsführer Andreas Rettig sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa): „Wenn die Mannschaft Weltmeister wird, gibt es mehr als in Katar, weil deutlich mehr reinkommt.“Ein möglicher Titel 2022 in Katar hätte jedem Nationalspieler eine Prämie in Höhe von 400 000 Euro beschert. Allerdings schied der viermalige Weltmeister wie 2018 in Russland bereits in der Vorrunde aus.Rettig betonte, es habe mit der Mannschaft um Kapitän Joshua Kimmich „keine harten Verhandlungen“ gegeben. Das Team sei so sehr von sich überzeugt, dass die Prämie bei einem frühen Aus „gegen null“ gehe. Stattdessen heiße es: „Dafür wollen wir hinten raus, wenn wir Weltmeister werden, einen Schnaps mehr.“ Innenverteidiger Jonathan Tah bestätige, dass man „kurz vor“ der endgültigen Einigung sei und es gut aussehe.Eine kurze Geschichte der deutschen Weltmeister-Prämien:1954: Die ersten deutschen Weltmeister erhielten nach dem „Wunder von Bern“ eine Einsatzprämie von 200 D-Mark pro Spiel, für den Titel gab es 1000 Mark obendrauf. Außerdem bekamen Fritz Walter und die anderen einen Fernseher, einen Lederkoffer und einen Motorroller.1974: Für den Triumph von München gab es für Franz Beckenbauer und seine Mitspieler nach einem handfesten Prämienstreit im Vorfeld 70 000 Mark und einen VW-Käfer.1990: Als die DFB-Elf vom Kaiser als Teamchef auf den WM-Thron geführt wurde, erhielten die Spieler dafür je 125 000 Mark.2014: Das Siegtor von Mario Götze im Finale von Rio bescherte dem Team eine Prämie von 300 000 Euro.Ilkay Gündogan erwartet eine WM der EinwechselspielerDer ehemalige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Ilkay Gündogan hat im Gespräch mit meinem Kollegen Christof Kneer gesagt, er glaube, „dass bei dieser WM die Bankspieler so wichtig sein werden wie selten zuvor“. Hintergrund ist die gestiegene Belastung im Spitzenfußball. Nicht nur die aktuelle WM ist mit 48 Mannschaften und insgesamt 104 Spielen so groß wie nie zuvor. Auch im Klubfußball wurden die Spielpläne zuletzt durch Reformen der Champions League und Klub-WM noch weiter verdichtet. Jonathan Tah etwa spielt gerade den dritten Sommer in Folge durch (EM, Klub-WM, WM) und könnte bis zum Ende der WM inklusive aller Freundschaftsspiele mit dem FC Bayern auf 76 Saisoneinsätze kommen.Gündogan sagt daher: „Ich rechne mit vielen auch frühen Auswechslungen und Rotationen, selbst bei Mannschaften, die erfolgreich unterwegs sind.“ Fürs Niveau der aktuellen WM prophezeit er, „dass sich die Dauerbelastung qualitativ bemerkbar machen wird. Vielleicht wird am Ende die Mannschaft Weltmeister, die am besten mit ihren Kräften umgeht.“Den ganzen Text meines Kollegen Christof Kneer lesen Sie hier:Eröffnungsspiel: Zehn Millionen TV-Zuschauer im ZDFDas WM-Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika hat dem ZDF eine starke Quote beschert. Den 2:0-Sieg des Co-Gastgebers am Donnerstagabend sahen durchschnittlich 10,04 Millionen Menschen – und das nur im linearen TV. Weder die Livestreams in der ZDF-Mediathek noch die Anteile von Magenta TV werden bei dieser Erhebung berücksichtigt.Die Werte zum Auftaktspiel in Mexiko-Stadt übertrafen die Reichweite der Übertragung der Eröffnungspartie der WM 2022 in Katar deutlich. Damals hatten nur 6,21 Millionen Menschen das Duell des Gastgebers mit Ecuador (0:2) gesehen. Beim ersten WM-Spiel 2018 zwischen Ausrichter Russland und Saudi-Arabien (5:0) lag der Wert ebenfalls bei um die zehn Millionen.Südkorea dreht das Spiel gegen TschechienIm zweiten Spiel der Fußball-WM gewinnt Südkorea verdient 2:1 gegen Tschechien. Zunächst gingen die Europäer überraschend nach knapp einer Stunde durch einen Kopfball von Ladislav Krejci nach einem Einwurf von Hoffenheims Vladimir Coufal in Führung. Doch dann drehten In-Beom Hwang in der 67. Minute und Hyeon-Gyu Oh (der im Sommer fast beim VfB Stuttgart gelandet wäre) in der 80. Minute das Spiel. Südkorea trifft nun im zweiten Gruppenspiel auf Mexiko – und wird dort wahrscheinlich ein stärkerer Gegner sein als Südafrika im Eröffnungsspiel.Davies verpasst Kanadas AuftaktmatchBayern-Profi Alphonso Davies steht Co-Gastgeber Kanada zum Auftakt der Fußball-WM nicht zur Verfügung. Der Abwehrspieler muss das erste Vorrundenduell mit Bosnien-Herzegowina am heutigen Freitag (21 Uhr/ARD und Magenta TV) in Toronto wegen einer noch nicht vollständig verheilten Oberschenkelverletzung als Zuschauer verfolgen. „Er steht nicht zur Verfügung“, kündigte Kanadas Trainer Jesse Marsch an.Davies hatte sich im Mai im Champions-League-Halbfinale gegen Paris Saint-Germain einen Muskelbündelriss zugezogen. Zwar absolviert der 25-Jährige bereits wieder leichte Trainingseinheiten, für einen WM-Einsatz reicht es aber noch nicht. „Er erholt sich unglaublich gut. Wir bereiten uns darauf vor, die Belastung zu steigern“, sagte Marsch. Eine MRT-Untersuchung am Mittwoch habe positive Ergebnisse erbracht, die Hoffnungen auf einen späteren WM-Einstieg von Davies machen würden. Kanada bestreitet sein zweites Gruppenspiel am 19. Juni gegen ZDF verpasst sieben Minuten der WM-EröffnungsfeierWährend es auf dem Platz des WM-Eröffnungsspiels ziemlich rumpelig zuging, ging auch bei der knapp vierstündigen (!) Vorberichterstattung im ZDF einiges durcheinander. Erst verpasst der Sender sieben Minuten der Eröffnungsfeier, dann schaltet die Regie wild zwischen Einspielern hin und her. Das wird schon noch. Bernhard Heckler hat für die SZ eingeschaltet: Für Raúl Jiménez ist sein Stirnband längst Normalität – für viele WM-Zuschauer aber ein ungewohntes Bild. Der mexikanische Torschütze zum 2:0 im Eröffnungsspiel trägt ein dünnes Band um den Kopf, das über dem rechten Ohr ein größeres Schutzpolster an Ort und Stelle hält. Denn der 35 Jahre alte Angreifer der Wolverhampton Wanderers muss seit einem schweren Zusammenstoß auf dem Fußballplatz und einer folgenden Not-Operation auf seine Narbe aufpassen.Vor mehr als fünf Jahren krachte Jiménez im Premier-League-Duell seiner Wanderers mit dem FC Arsenal mit Gegenspieler David Luiz zusammen. Im November 2020 verlor er das Bewusstsein, wurde sofort ins Krankenhaus gebracht und dort operiert. Der Schädelbruch und die Verletzungen am Gehirn waren lebensgefährlich. Jiménez erholte sich, gab im August 2021 sein Comeback und spielt seither mit dem Stirnband, um seine Narbe zu schützen.Mussten die drei roten Karten sein?Nach dem Eröffnungsspiel steht Schiedsrichter Wilton Sampaio aus Brasilien im Fokus. Drei rote Karten verteilte er, Rekord für eine WM-Auftaktpartie. Südafrikas Trainer Hugo Broos protestierte. Über den ersten Platzverweis müsse man nicht groß reden, sagte Broos, „die Karte kann ich noch verstehen“. Die zweite aber, für ein vergleichsweise harmloses Vergehen? „Da blockt ein Mexikaner meinen Spieler“, klagte Broos in der Pressekonferenz, „das war zu wenig, um eine rote Karte zu geben.“Zwar waren alle Platzverweise formal korrekt, allerdings empfahl Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich, insbesondere bei den späten roten Karten, den Interpretationsrahmen zu nutzen. Er sagte: „Ich glaube, es hätte dem Spiel gutgetan, wenn es nur eine rote Karte gewesen wäre. Jetzt reden alle über den Schiedsrichter und das nach einem WM-Eröffnungsspiel. Das bleibt hängen, das ist schade.“Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bei Magenta TVEin unspektakulärer Sieg für den Co-Gastgeber und wenig Protest zum StartZum Auftakt der WM schlägt Mexiko Südafrika mit 2:0, das Aufregendste sind dabei drei Rote Karten. Bei der Eröffnungsfeier singt Shakira diesmal „Dai Dai“ statt „Waka Waka“ – und vor dem Stadion gibt es wenige Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und der Polizei. Unsere Texte zum ersten WM-Abend: NewsdeskJan Heidtmann, Mexiko-StadtPublic Viewing auf der Couch – ganz ohne LizenzFür alle, die nicht in die offiziellen Fanzonen hineinkommen, haben sich überall in der Stadt kleinere Versionen davon gefunden. So wie hier direkt an der Absperrung zum Hauptplatz, dem Zócalo. Das ist auch deshalb bemerkenswert, weil die Fifa ein sehr striktes Regiment bei der Vergabe von Lizenzen zum öffentlichen Zuschauen verhängt hat. Die Mexikaner umgehen es einfach – wunderbar! Stadion-Party zum WM-Start in Mexiko Popsängerin Shakira als Einheizerin mit Sonnenbrille, Mariachi-Rhythmen, indigene Kostüme und ein gigantischer WM-Pokal – Mexiko hat Hunderte Millionen Fußballfans in aller Welt mit einer musikalisch-bunten Eröffnungsfeier auf die Weltmeisterschaft eingestimmt. Burna Boy und Shakira sangen ihren WM-Song „Dai Dai“ live. Danach stieg grün-rot-weißes Feuerwerk in den Himmel. Die Kolumbianerin Shakira ist im Fußball eine alte Bekannte: 2006 tanzte sie barfuß vor dem WM-Finale im Berliner Olympiastadion, 2010 bescherte sie den Fans den Ohrwurm „Waka Waka“.NewsdeskJavier Cáceres, Mexiko-StadtWer braucht schon Snacks im Stadion?Andere Länder, andere Stadionsitten. Zur Mittagszeit Snacks zu finden – schwierig. Rum, Whiskey, Tequila? Kein Problem. 650 ml Doña Margarita (mit Sprite verdünnter Tequila) gibt's schon für 360 Pesos, in etwa 18 Euro. Ist etwas teurer als 0,7 Liter Bier (290 Pesos). Vermutlich wussten die Azteken schon, dass man das bisschen, das man essen muss, auch trinken kann. Live-Ticker: Mexiko gegen Südafrika Das erste Spiel dieser WM in Nordamerika bestreiten Mitgastgeber Mexiko und Südafrika. Verfolgen Sie das Eröffnungsspiel im Aztekenstadion in Mexiko-City live mit den SZ-Kollegen Sebastian Fischer, David Kulessa und Martin Schneider. NewsdeskJavier Cáceres, Mexiko-StadtNewsdeskJan Heidtmann, Mexiko-StadtTausende mexikanische Fans wollen WM-Eröffnungsspiel auf dem Zócalo sehenRund um den Hauptplatz von Mexiko-Stadt, den Zócalo, warten Zehntausende in langen Schlangen auf Einlass. Insgesamt gibt es in der mexikanischen Hauptstadt fast 20 Plätze, an denen das Eröffnungsspiel öffentlich übertragen wird. Aber der Zócalo, der Platz der Verfassung, ist etwas Besonderes. Hier steht eine der größten Bühnen, und Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte angekündigt, das Spiel hier zu verfolgen. Ihr Ticket für das Stadion hatte sie zuvor an eine 21-jährige Nachwuchsfußballerin vergeben.Doch es war bis zum Morgen unklar, ob der Zócalo überhaupt für Fans zugänglich sein würde. Denn rundherum campieren seit Tagen Lehrer, die für höhere Löhne demonstrieren. Deswegen war der Zócalo, an dem auch der Präsidentenpalast liegt, abgeriegelt worden. Nachdem am Morgen bekannt gegeben worden war, dass der Platz für 60 000 Fans geöffnet wurde, strömten sie zu Tausenden hierher. Trotz langer Wartezeit ist die Stimmung im Moment entspannt. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Deutschland bei der WM 2026: Nationalspielern winkt bei WM-Titel Rekordprämie
Für einen Triumph in Katar hätte es 400 000 Euro gegeben. Diesmal wäre es im Fall der Fälle noch mehr Geld, das jeder Nationalspieler erhält.
















