PfadnavigationHomeSportFußballWMTransfermarktKarrieresprung WM? Diese acht deutschen Nationalspieler stehen im SchaufensterVon Christian Falk, Heiko Niedderer, Julian AgardiStand: 19:44 UhrLesedauer: 5 MinutenDeutschland trifft in Gruppe E auf Curaçao, die Elfenbeinküste und Ecuador. Die Elfenbeinküste hat zuletzt sogar gegen Frankreich gewonnen. „Aber die wissen auch, wir sind Deutschland“, sagt WM-Experte Jens Lehmann.Die WM ist die größte Bühne der Welt – auch für deutsche Nationalspieler. Während Nathaniel Browns Wechsel zum FC Bayern schon vor dem ersten Gruppenspiel vollzogen werden könnte, wollen andere das Turnier zu einem Karrieresprung nutzen.Wechselbörse zur Weltmeisterschaft: Wenn das Turnier am Donnerstag beginnt, stehen unzählige Spieler im Schaufenster. Sie spielen auf einer Bühne vor, auf die die ganze Fußballwelt schaut. Auch in der deutschen Mannschaft gibt es Profis, die gefragt sind. Etwa Nathaniel Brown von Eintracht Frankfurt. Der 22-Jährige soll sich mit dem FC Bayern über einen Wechsel geeinigt haben. Bayern-Trainer Vincent Kompany will den Linksverteidiger demnach unbedingt in seinem Kader haben. Max Eberl, Sportvorstand der Bayern, und Frankfurts Sportdirektor Markus Krösche führen offenbar konkrete Verhandlungen.Laut „Bild“ soll Krösche mit Brown vereinbart haben, dass er die Freigabe bekommt, sobald Bayern ein Ablösepaket aus 65 Millionen Euro zahlt. Das aktuelle Gebot soll sich bereits auf 50 Millionen belaufen. Weil zehn Millionen Euro als Boni gezahlt werden sollen, beträgt die Differenz der Klubs nur noch fünf Millionen Euro.Bei Brown wird es noch vor der WM immer heißer, bei vielen weiteren dann möglicherweise während des Turniers. Im DFB-Kader gibt es mehrere hochspannende Vertrags-Härtefälle, bei denen die Leistung über die weitere Karriere entscheidet.Nico Schlotterbeck: Der Verteidiger hat sich in seinen frisch unterschriebenen BVB-Vertrag bis 2031 eine umstrittene WM-Klausel einbauen lassen, die es ihm erlaubt, sich rund um das Turnier von einem internationalen Top-Klub kaufen zu lassen. Drei Vereine, darunter Real Madrid, können ihn für 50 bis 60 Mio. Euro vorzeitig verpflichten. Die Klausel läuft in der Woche nach dem Finale (19. Juli) ab. Auch wenn Schlotterbeck auf Nachfrage zuletzt behauptete, er habe „jetzt nicht die Idee, extra gut zu spielen wegen irgendeinem Vertrag“ – die WM wird für ihn zur Bewerbungsphase.Lesen Sie auchLeon Goretzka: Der Bayern-Vertrag des Mittelfeld-Stars läuft diesen Sommer aus und wird nicht verlängert. Goretzka ist ablösefrei zu haben, will mit Top-Leistungen die Angebotslage verbessern. In den vergangenen Wochen hatte er bereits Gespräche mit den ehemaligen Verantwortlichen der AC Mailand um den ehemaligen Sportdirektor Igli Tare und den einstigen Trainer Massimiliano Allegri geführt. Doch Milan machte Ende Mai Tabula rasa, entließ die gesamte sportliche Führung. Jetzt hängt Goretzka vorerst in der Luft, könnte ab dem 1. Juli vereinslos sein.Nick Woltemade: Nach starkem Start in der Premier League gelangen dem Stürmer im Jahr 2026 nur noch zwei Tore. Wohl auch, weil Trainer Eddie Howe ihn über mehrere Wochen auf einer deutlich defensiveren Position im Mittelfeld und nicht mehr im Sturmzentrum aufbot. Zuletzt ließ der Coach seinen Angreifer mehrfach nur noch auf der Bank schmoren. Die Beziehung der beiden ist abgekühlt. Nach Informationen von „Bild“ ist Woltemade mit seiner momentanen Rolle unzufrieden. Woltemades Fokus gilt jetzt komplett der Weltmeisterschaft. Fest steht aber: Sollte sich an seiner Situation in Newcastle auch danach nichts ändern, wird sich der Torjäger verstärkt Gedanken über seine Zukunft und auch einen Vereinswechsel machen. Zuletzt ploppten immer wieder Gerüchte über ein mögliches Interesse von Borussia Dortmund, Atlético Madrid und Aston Villa auf. Kontakt zu einem dieser Klubs gab es bislang aber nicht.David Raum: Leipzigs Linksverteidiger geht – Stand jetzt – in sein letztes Vertragsjahr. RB würde den 2027 auslaufenden Vertrag gerne vorzeitig verlängern. Doch Raum lässt seinen Klub zappeln, sagte jüngst: „Für mich hat es gerade Priorität, ein Super-Turnier zu spielen. Danach haben wir noch genug Zeit, uns zusammen an einen Tisch zu setzen.“ Starke WM-Leistungen würden seine Verhandlungsposition verbessern.Lesen Sie auchJamie Leweling: Stuttgarts Offensivprofi ist auf dem Markt extrem gefragt, englische und italienische Top-Klubs haben ihn unter intensiver Beobachtung. Den nächsten Karriereschritt kann er sich im Sommer gut vorstellen. Damit aber wirklich ein Spitzen-Angebot reinflattert, will auch Leweling bei der WM glänzen – an der Startelf ist er ganz nah dran. Die Vertragskonstellation: Beim VfB ist er noch langfristig bis 2029 gebunden, die einst bestehende Ausstiegsklausel hat ihm der Verein bereits 2024 abgekauft. Leweling will aber nur weg, wenn ein Wechsel eine deutliche sportliche Verbesserung darstellt.Alexander Nübel: Nach seinen drei Jahren Leihe beim VfB Stuttgart kehrt der Torwart zunächst zurück zum FC Bayern. Doch auch in München hat Nübel keine Zukunft. Die Bayern-Bosse wollen ihn diesen Sommer loswerden, das hat Torwarttrainer Michael Rechner dem Schlussmann in einem persönlichen Gespräch bereits mitgeteilt. Nach Informationen dieser Redaktion haben den Keeper Juventus Turin und Manchester City auf dem Zettel. Kontakt zu Nübels Management wurde schon aufgenommen. Die Bayern stellen sich eine Ablösesumme zwischen zehn und 15 Millionen Euro vor. Bei der WM wird Nübel wohl kaum für sich werben können. Hinter Manuel Neuer und Oliver Baumann geht er als Nummer drei der DFB-Elf ins Turnier.Angelo Stiller: In seinem Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2028 ist eine für diesen Sommer gültige Ausstiegsklausel in Höhe von rund 36,5 Mio. Euro enthalten. Jene Option kann der VfB ihm aber jederzeit für zwei Mio. Euro abkaufen. Bedeutet: Die Schwaben haben das Heft des Handelns in der Hand. Zwar kann sich Stiller einen Wechsel in diesem Sommer gut vorstellen. Das Preisschild für ihn hat es aber in sich. Laut „Bild“ möchte der VfB mindestens 50 Millionen Euro für seinen Spielgestalter.Nadiem Amiri: Sein Mainz-Vertrag läuft noch bis 2028. Amiri hat seine Zukunft zuletzt aber auf mehrfache Nachfrage offengelassen. Der Spieler ist Berichten zufolge bei jedem besseren Angebot sofort weg. Mit WM-Einsätzen will er sich nun interessant machen.Der Text wurde für das Sport-Kompetenzcenter (WELT, „Bild“, „Sport Bild“) erstellt und zuerst in „Bild“ veröffentlicht.
Karrieresprung WM 2026? Diese acht deutschen Nationalspieler stehen im Schaufenster - WELT
Die WM ist die größte Bühne der Welt – auch für deutsche Nationalspieler. Während Nathaniel Browns Wechsel zum FC Bayern schon vor dem ersten Gruppenspiel vollzogen werden könnte, wollen andere das Turnier zu einem Karrieresprung nutzen.








