Was tun mit allen Büchern, die man nicht mehr lesen möchte? Getty Images Ich unterstütze eine NGO, von der ich regelmässig Post bekomme. Nun hat mir der Vorsitzende sein Buch geschickt, mit Autogramm. Es ist zwar ein Sachbuch zum Thema der NGO, aber ich finde das trotzdem stillos. Liege ich falsch? – Reto F., BernLieber Reto, als Autor sollte man tunlichst davon absehen, anderen Menschen die eigenen Bücher aufzudrücken. Die meisten Erwachsenen haben ohnehin viel zu wenig Musse und zu hohe Bücherstapel. Unangefragte Sachbücher passen da so gut ins Konzept wie Feiertage ohne Kinderbetreuung. Zudem ist es sehr eitel, davon auszugehen, dass sich andere Menschen für den Steinbruch der eigenen Gedanken interessieren.Andererseits: Wie viel Schaden kann so ein Buch schon anrichten? Entweder Sie schieben es unauffällig in Ihr Bücherregal oder, viel besser, Sie bringen es ins Brockenhaus. Meine Erfahrung: Die bizarrsten Bücher sind nach ein paar Tagen verschwunden, in den Händen von Menschen, die sich daran erfreuen.Sehen Sie es als Anlass, ein paar Schritte zu diesem magischen Ort zu spazieren und einen Blick auf die ausgesetzten Bücher zu werfen. Wer weiss, vielleicht finden Sie ja gerade dort ein Sachbuch, das Sie bewegt, oder ein gutes Geschenk. Da sind Bücher doch wie die letzte grosse Liebe: Für Sie vielleicht nicht das Richtige, für jemand anderes die Welt.Ihre Fragen senden Sie bitte an: hatdasstil@nzz.ch Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Was tun mit Büchern, die ich nicht lesen will?
Ich unterstütze eine NGO, von der ich regelmässig Post bekomme. Der Vorsitzende hat mir sein Sachbuch zum Thema der NGO geschickt. Ist das nicht stillos?











