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Die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat sich für eine stärkere Steuerung der Patientenversorgung über Hausärztinnen und Hausärzte ausgesprochen. Sie sollten nach dem Willen der Länder zur zentralen ersten Anlaufstelle werden und Behandlungen koordinieren, sagte der niedersächsische Gesundheitsminister und aktuelle GMK-Vorsitzende Andreas Philippi (SPD) zum Abschluss des Treffens in Hannover.

»Wir brauchen viele gut ausgebildete Allgemeinmediziner, Kinderärzte und Internisten, die die Menschen an der Basis behandeln und auf der ersten Ebene feststellen, was der nächste Schritt ist«, sagte Philippi. Wie »Stellwerker« sollten sie die Patientenströme steuern und die Menschen zu Fachärzten vermitteln. Die Konferenz forderte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in einem einstimmigen Beschluss auf, ein solches Modell rasch auf den Weg zu bringen.

Warken kündigte für Ende des Sommers einen Referentenentwurf an. Apotheken sollten in dem Konzept eine größere Rolle übernehmen und etwa Impfungen oder Check-ups anbieten. Zunächst war eine Erprobung in Modellregionen vorgesehen, erste Wirkungen wurden für 2028 in Aussicht gestellt. Zugleich zeigte sich die Ministerin bei den umstrittenen Kürzungsplänen für die Krankenhausfinanzierung gesprächsbereit.