AfD droht wieder mit „Neutralitätsgebot“: Appell, standhaft zu bleiben

Cancelt die TU auf Druck der AfD einen Studi-Kongress? Wissenschaft, Gewerkschaft und Linke warnen vor rechtem Angriff auf demokratische Freiheit.

TU Berlin: Hier würden Studis sich gern am Wochenende treffen, um Strategien gegen rechts zu besprechen

Wis­sen­schaft­le­r*in­nen appellieren an die Technische Universität, dem Druck der AfD auf das Programm eines studentischen Kongresses nicht nachzugeben, der ab Freitag in der TU stattfinden soll. Dass die AfD der Uni mit rechtlichen Konsequenzen gedroht habe, sei ein „Angriff auf die Wissenschaftsfreiheit“, sagte Rahel Jaeggi, Professorin für Praktische Philosophie und Direktorin des Centre for Social Critique an der Humboldt-Universität, am Donnerstag.

Wie das Orga-Team des Sozialistischen Studierendenverbands SDS berichtet, hatte die Universitätsleitung sie am Dienstag aufgefordert, 14 Veranstaltungen aus dem Programm zu nehmen. Diese würden aus Uni-Sicht gegen das Neutralitätsgebot verstoßen, heißt es vom SDS. Nach Angaben der Or­ga­ni­sa­to­r*in­nen beanstandete die Uni-Leitung unter anderem Vorträge wie „Björn Höcke: Enthüllung eines Faschisten“ oder „Sellner, Höcke, Kubitschek: Strategien der neuen Rechten“.