Das Sparprogramm der Bundesregierung erfasst nun auch die Leseförderung von Kindern – das berichtet das Magazin „Der Spiegel“. Demnach will das Familienministerium von Karin Prien (CDU) das Leseförder-Programm „Lesestart 1–2–3“, mit dem Sprach- und Lesekompetenz von Kindern gefördert werden soll, ab 2027 nicht mehr finanziell unterstützen.Das Projekt läuft über die Stiftung Lesen. Diese sieht in der Streichung der Fördermittel laut „Spiegel“ ein fatales Signal. Die Leseförderung müsse in den Familien beginnen. Es sei zu spät, erst auf die Kita zu setzen, zitiert das Magazin Sprecherin Laura Trost. Nicht zuletzt auch deshalb, da viele Kleinkinder die Kita gar nicht besuchten.Die Leseförderung für kleine Kinder findet dank des Projekts heute statt, wenn Eltern mit ihren ein- oder zweijährigen Kindern zur Vorsorgeuntersuchung zum Arzt gehen. Dort bekommen sie dann oft Bücher geschenkt. Laut der Stiftung Lesen könnten dank des Programms bei den Vorsorgeuntersuchungen U6 und U7 nahezu alle Ein- und Zweijährigen in Deutschland erreicht werden. Für Dreijährige gebe es zudem Bücher in teilnehmenden Bibliotheken.Das seit 2011 bestehende Projekt wird vom Ministerium seit 15 Jahren gefördert, laut Rechnung des „Spiegels“ belaufen sich die Zuwendungen für „Lesestart 1–2–3“ bislang auf gut 40 Millionen Euro. Das Ministerium teilte dem Magazin mit, es liege „in der Logik jeder Projektförderung“, dass diese zeitlich befristet sei. (Tsp)
Leseförderung für kleine Kinder: Familienministerium will offenbar die Mittel streichen
Seit 15 Jahren unterstützt das Familienministerium ein Leseförderprogramm für kleine Kinder. Damit soll nun Schluss sein. Die betroffene Stiftung reagiert konsterniert.
Deutschland stoppt „Lesestart 1–2–3" ab 2027 nach 15 Jahren; 40 Millionen Euro Förderung entfallen. Die Stiftung Lesen warnt vor kritischem Verlust früher Sprachförderung in Familien, besonders bei Kindern ohne Kitazugang.









