Johan Eliasch ist als Präsident des Ski-Weltverbandes (Fis) abgewählt worden. Er unterlag bei der Abstimmung auf dem Fis-Kongress dem Liechtensteiner Alexander Ospelt mit 64 zu 65 Stimmen. Eliasch muss das Amt damit nach fünf Jahren wieder abgeben, Ospelt wird die Fis mindestens für die nächsten vier Jahre führen.

So lief die Wahl abDer Fis-Kongress begann dann mit einer Machtdemonstration: Mit 88 Prozent der Stimmen wurde die Tagesordnung geändert, um die Präsidentschaftswahl als ersten Tagesordnungspunkt vorzuziehen. Anschließend wurde mit 60 % der Stimmen beschlossen, anstelle der elektronischen Stimmabgabe Papierwahlzettel zu verwenden. Die gesamte Abstimmung wurde von einem externen Juristen überwacht. Während der 50-minütigen Wahl durften die Anwesenden nicht kommunizieren. Die Auszählung dauerte 45 Minuten.

Alexander Ospelt

Eliasch und Ospelt waren die einzig verbliebenen Kandidaten. Drei weitere Personen hatten im Vorfeld zurückgezogen.

Eliasch verlor auch seinen Platz im Internationalen Olympischen Komitee (IOC). Er reagierte auf seine Abwahl mit Vorwürfen gegen das IOC. Er habe von vielen gehört, dass das IOC versucht habe, das Ergebnis der Wahl zu beeinflussen, ohne näher darauf einzugehen. »Dagegen müssen wir standhaft bleiben, denn wir sind eine unabhängige Organisation«, sagte Eliasch.