Alexander Ospelt gewinnt den Machtkampf bei der FIS: Der bisherige Präsident Johan Eliasch ist abgewähltAm Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS in Belgrad gewinnt der Liechtensteiner Ospelt denkbar knapp die Wahl zum Präsidenten.11.06.2026, 11.35 Uhr2 LeseminutenAktualisiertJohan Eliasch muss als FIS-Präsident abtreten.Thanassis Stavrakis / APEs ist ein Neustart für den internationalen Schneesport: Am Freitag wählten die stimmberechtigten Mitgliedsverbände des Internationalen Skiverbandes FIS am Kongress in Belgrad, Serbien, einen neuen Präsidenten: Der 58-jährige Liechtensteiner Alexander Ospelt gewann die Wahl mit 65 von 129 möglichen Stimmen. Der bisherige schwedisch-britische Präsident Johan Eliasch erhielt 64 Stimmen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Eliasch hatte eine Wiederwahl angestrebt. Nachdem ihn weder der Skiverband von Grossbritannien noch jener von Schweden aufgestellt hatte, erhielt er diesen Frühling den georgischen Pass und ging für dessen Skiverband an den Start.Gegen eine neuerliche Amtszeit von Eliasch lehnte sich eine breite Allianz aus grossen Skiverbänden aus der Schweiz, Österreich, den USA, Deutschland oder Norwegen auf. Sie warfen Eliasch vor, eine Zusammenarbeit unmöglich gemacht zu haben, durch Intransparenz, mangelnde Kommunikation, nicht gehaltene Versprechen. Der Hauptpunkt aber ist die finanzielle Schieflage des Verbandes: In den fünf Jahren seiner Präsidentschaft soll Eliasch bis zu 100 Millionen Schweizerfranken an FIS-Reserven verbraucht haben.Der für die nächsten vier Jahre gewählte Alexander Ospelt war der Wunschkandidat der Allianz. Der Jurist, der lange Jahre Präsident des liechtensteinischen Skiverbandes war und seit zwei Jahren im FIS-Council sitzt, bezeichnet sich selber als Brückenbauer. «Die FIS, wie ich sie mir vorstelle, ist offen und transparent, fördert den Austausch und sorgt für einen Ausgleich zwischen den Interessen der vielen Beteiligten in unseren wunderbaren Sportarten», schrieb er im Wahlkampf.Der Swiss-Ski-Präsident Peter Barandun freut sich auf die Zusammenarbeit mit Ospelt. In einem Statement schreibt er: «Der Wahlkampf hat die internationalen Beziehungen spürbar gestärkt – wir sind als Schneesportfamilie enger zusammengerückt und haben zu einem neuen Miteinander gefunden. Nun richten wir den Blick nach vorne. Wir freuen uns darauf, unsere Sportarten gemeinsam mit allen FIS-Nationen engagiert weiterzuentwickeln – partnerschaftlich, nachhaltig und mit klarem Fokus auf die Athletinnen und Athleten. Swiss-Ski wird diesen Weg aktiv mitgestalten und zum Zusammenhalt in der FIS beitragen.»Mehr folgt.Passend zum Artikel
Ski: Eliasch verliert die Wahl, die FIS hat einen neuen Präsidenten
Am Kongress des Internationalen Skiverbandes FIS in Belgrad gewinnt der Liechtensteiner Ospelt denkbar knapp die Wahl zum Präsidenten.










