Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat einen Gastbeitrag des Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt (CDU) von ihrer Internetseite und aus ihrem Archiv entfernt, weil die Staatskanzlei in Erfurt nicht überzeugend habe versichern können, dass der nicht KI-generiert ist. Das teilte die Zeitung jetzt mit und reagiert damit auch auf eine Recherche des Internetportals FragDenStaat. Die hat elf Reden und vier Gastbeiträge des Politikers mit dem Analysewerkzeug Pangram untersucht, das jeweils in der überwiegenden Mehrheit der Texte eindeutige oder starke Hinweise darauf gefunden hat, dass sie von einem KI-Werkzeug stammen. Die Staatskanzlei hat das nicht zurückgewiesen, aber versichert, dass die Systeme nur unterstützend eingesetzt würden. In dem Text ging es um Smartphone-Verbote für Heranwachsende.
Holocaustgedenken aus der KI
Auslöser der Kritik am Vorgehen des Ministerpräsidenten war ein zusammen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) verfasster Gastbeitrag Voigts in der Tageszeitung Die Welt. In dem ging es eigentlich um die Forderung nach mehr deutschsprachiger Musik im Radio. Aufsehen erregte er aber erst, nachdem eine Regierungssprecherin auf Anfrage eingestanden hatte, dass für dessen Erstellung auch KI-Werkzeuge benutzt wurden. In der Folge hat sich FragDenStaat zahlreichen weiteren Texten gewidmet, mit denen sich Voigt an öffentlichen Debatten oder dem Gedenken an Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus beteiligt hat. Die Ergebnisse waren ziemlich eindeutig.










