PfadnavigationHomeSportFußballArtikeltyp:LivetickerWM 2026„Dann kreiere ich schlechtes Karma“ – Klinsmanns Rat ans DFB-TeamStand: 09:05 UhrLesedauer: 8 MinutenDie Spannung vor dem WM-Auftakt wächst bei der deutschen Nationalmannschaft. Ex-Nationaltorwart und WELT-Fußball-Experte Jens Lehmann spricht über die Rückkehr von Manuel Neuer im Tor der DFB-Elf und die Herausforderungen, die bei diesem Turnier auf die Mannschaft warten.Die politische Botschaft in Katar ging bei der deutschen Nationalelf 2022 schief. Jürgen Klinsmann rät nun von jeglichen ähnlichen Äußerungen ab. Außerdem: Die Nationalelf Norwegens sorgt vor dem Auftakt erneut für Furore. Alle News im WM-Ticker.Am 11. Juni beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko. Die 48 Mannschaften bereiten sich nun vor, etliche Testspiele stehen an. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die deutsche Nationalmannschaft.Donnerstag, 8.45 Uhr – Klinsmann gibt Empfehlung abDer ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat die deutsche Nationalmannschaft dazu aufgerufen, sich bei der WM mit politischen Äußerungen zurückhalten. „Absolut nicht“ solle sich das Team um Kapitän Joshua Kimmich bei dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA politisch positionieren, sagte Klinsmann in der ARD-Talksendung „Maischberger“. „Du gehst nicht als Team in ein Land, um politische Botschaften zu überbringen. Das gehört sich nicht. Wenn ich das aus der Ferne mache – egal, ob Katar oder Russland, dann kreiere ich schlechtes Karma“, erklärte der frühere Weltklassestürmer. In Katar hatte es wegen der Menschenrechtssituation im Land beim DFB-Team tagelange Diskussionen um die sogenannte One-Love-Binde gegeben. Am Ende hatte der Weltverband Fifa die Binde verboten. Schließlich gab die Mannschaft vor dem verlorenen Gruppen-Auftakt gegen Japan ein Statement ab, indem sich die Spieler beim Mannschaftsfoto den Mund zuhielten. Mittwoch, 22.41 Uhr – Polizei sichert FlughafenAngesichts möglicher Lehrerproteste am internationalen Flughafen von Mexiko-Stadt sind am Vortag der WM-Eröffnung Hunderte Polizisten zur Sicherung des Terminals eingesetzt worden. Beamte mit Helmen, Schutzschilden und Schlagstöcken wurden am Mittwoch (Ortszeit) innerhalb und außerhalb des Flughafens stationiert, wie in Videos von örtlichen Medien zu sehen war.„Zutritt haben nur Passagiere mit Bordkarte sowie Begleitpersonen, sofern deren Anwesenheit unbedingt erforderlich ist“, teilte der Flughafen Benito Juárez auf der Plattform X mit. Reisenden wurde empfohlen, mit ausreichend Vorlaufzeit einzutreffen, da es in der Umgebung des Flughafens zu Demonstrationen kommen könne. Auch das Aztekenstadion, in dem die WM am Donnerstag mit einer Show und dem Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika eröffnet wird, ist weiträumig von der Polizei abgesperrt.Mittwoch, 18.30 Uhr – Jonas Urbig sorgt für ein NovumTorwart Jonas Urbig sorgt für ein Novum. Bei der Aufnahme des offiziellen Mannschaftsfotos, das einen Tag vor dem Turnierstart vor dem Training der DFB-Auswahl in Winston-Salem aufgenommen wurde, ist der 22 Jahre alte Schlussmann des FC Bayern München als 27. Spieler dabei. Die Kadergröße der 48 teilnehmenden Teams beträgt jeweils 26 Akteure.Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Nummer zwei des FC Bayern als vierten Torwart mit nach Amerika genommen. Ein Grund ist, dass Nagelsmann einen vierten Torwart beim Training dabeihaben wollte.Mittwoch, 17.49 Uhr – Norwegens nächstes spektakuläres TeamfotoDie norwegische Nationalmannschaft hat mit einem Foto erneut für Aufsehen gesorgt. Nachdem der Kader sich im Vorfeld als Wikinger hatte ablichten lassen, wurden die Spieler um Superstar Erling Haaland nun offiziell für die WM-Endrunde fotografiert.Wer es mit klaren Linien, Struktur und Symmetrie hält, kommt voll auf seine Kosten. Zudem machten die Norweger noch ein weiteres Bild, auf dem alle Spieler im Trikot ihres Jugendklubs zu sehen sind. Eine tolle Idee.Mittwoch, 16.54 Uhr – Blatter ätzt gegen InfantinoDer frühere Fifa-Präsident Joseph Blatter hat den Fußball-Weltverband und seinen Nachfolger Gianni Infantino im Fall des von den USA abgewiesenen Schiedsrichters scharf kritisiert. „Der amtierende Präsident sollte beweisen, dass er stärker ist als sein guter Freund im Weißen Haus, nicht wahr?“, sagte Blatter der „L'Équipe“ in Anspielung auf das gute Verhältnis von Infantino zu US-Präsident Donald Trump. „Wenn man sich von der Politik lenken lässt, ist das schlecht. Und die anderen Verbände sollten ebenfalls protestieren.“Lesen Sie auchOmar Artan sollte als erster Schiedsrichter Somalias bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten, nachdem er es auf die finale Liste der Fifa geschafft hatte. Für die verweigerte Einreise sollen Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation der Grund gewesen sein, hatte ein namentlich nicht genannter Vertreter der US-Regierung dem Nachrichtensender CNN mitgeteilt.Mittwoch, 15.03 Uhr – „Ich repräsentiere die USA nur durch den Sport“, sagt PochettinoAm Samstag starten die USA in die XXL-WM. Erster Gegner des Mit-Gastgebers ist Paraguay (3 Uhr, im Sport-Ticker der WELT). Doch kurz vor dem Turnier-Auftakt sorgt der Trainer der Amerikaner für Gesprächsstoff. Am 11. September 2024 hatte Mauricio Pochettino das Traineramt des US-Teams übernommen, seine Mannschaft dann zur WM geführt. Wenige Tage vor dem Start erklärte der Argentinier Pochettino, dass er die Nationalhymne seines Teams nicht mitsingen wird. „Ich repräsentiere die USA nur durch den Sport. Dafür werde ich bezahlt. Die Hymne zum Beispiel – ich werde sie nicht mitsingen. Aber ich werde alles geben, um das Land würdig zu vertreten“, sagte Pochettino. Für den 54-Jährigen, der einst mit Tottenham Hotspur ins Champions-League-Finale 2019 einzog, ist erklärtes Ziel bei dieser Heim-WM, mindestens das Achtelfinale zu erreichen– dort war für die USA zuletzt 2022 Schluss. Die Gruppe ist machbar: Die USA treffen auf Paraguay, Australien und die Türkei.Mittwoch, 12.07 Uhr – DFB-Präsident macht Position klarDFB-Präsident Bernd Neuendorf hat die Zurückhaltung des Deutschen Fußball-Bundes in politischen Fragen rund um das Turnier bekräftigt. In einem Gastbeitrag für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schrieb der 64-Jährige: „Wir tun als Fußballverband gut daran, in dieser hektischen Zeit nicht jedes tagespolitische Ereignis und jede Aussage reflexhaft zu kommentieren.“ Gleichwohl wolle der DFB „immer wieder und überall“ auf seine Grundsätze hinweisen. Der Verband werde eintreten „für Freiheit und Demokratie, für Respekt und Toleranz, für Vielfalt und Teilhabe. Hass und Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus haben bei uns keinen Platz. Denn der Fußball steht für Gemeinschaft und nicht für Spaltung“, erklärte Neuendorf.Der DFB könne und wolle nicht alles Politische ausblenden, der Fokus richte sich jedoch auf Fußball. Neuendorf sagte dem RND, der Fußballverband sei „im Austausch mit dem Auswärtigen Amt und anderen Behörden über die Situation vor Ort“. Natürlich finde Sport „nicht im luftleeren Raum statt“. Doch letztlich müsse sich der DFB auf den Fußball konzentrieren, „weil er unser Kerngeschäft ist und bleibt“.Mittwoch, 10.58 Uhr – „In der Nationalmannschaft fühle ich mich verstanden“ Nick Woltemade muss seine zuletzt schwierige Phase in England bei Newcastle United noch verdauen. Bei der Nationalmannschaft will er neue Kraft für seine zweite Saison in der Premier League tanken. „Die Wucht der Kritik und die damit verbundene Unruhe um meine Person haben mich schon überrascht“, sagte der 24 Jahre alte Angreifer in einem „Stern“-Interview. Woltemade hatte nach seinem tollen Einstand in Newcastle mit vier Toren aus den ersten fünf Saisonspielen in diesem Jahr nur noch ein einziges Ligator erzielt. Fragen zu seiner Torflaute fand der frühere Stuttgarter „falsch“ und „nicht ganz fair“: „Bei Newcastle war es so, dass ich auf anderen Positionen ausgeholfen habe, sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Trotzdem bin ich von manchen Experten weiterhin als Stürmer beurteilt worden.“ Um damit umzugehen, arbeitet der Nationalstürmer auch mit einem Mentaltrainer zusammen, den er aus seiner Zeit beim damaligen Drittligisten SV Elversberg kennt. „Wir telefonieren alle zwei oder drei Wochen miteinander, manchmal besucht er mich“, sagte Woltemade, der nach eigener Aussage trotz seiner aktuellen Situation im Nationalteam einen ganz anderen Stellenwert genießt. „Ich bin zwar einer der Jüngeren, aber alle wissen, was sie an mir haben. Mit meinen Toren habe ich geholfen, dass wir uns für die WM qualifiziert haben. Ich bin ein geschätztes Familienmitglied“, sagte der Angreifer, obwohl er zuletzt in der DFB-Auswahl nur Ersatz war. „Da glauben die Leute an mich, da fühle ich mich verstanden.“ Mittwoch, 8.49 Uhr – Helene Fischer würde wieder auf Fanmeile singenSchlagersängerin Helene Fischer könnte sich vorstellen, bei einem Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft wieder auf einer Fanmeile aufzutreten. „Wenn sich das zeitlich ausgeht, auf jeden Fall. Ja“, sagte die 41-Jährige im Interview der „Bild“ kurz vor dem Start ihrer Tour in Dresden auf die Frage, ob sie bei einem WM-Sieg wieder auf die Fanmeile kommen würde.Kleines Problem: In Berlin wird es dieses Mal auf der Straße des 17. Juni im Herzen der Hauptstadt anders als bei vorherigen Turnieren keine große Fußball-Party geben. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt gab es keinen Antrag eines privaten Betreibers für eine solche Fanmeile. Fischer sang nach dem deutschen WM-Titel 2014 ihren Hit „Atemlos“ auf der Berliner Fanmeile mit dem DFB-Team. Bei MagentaTV begleitet ihr Song „Heute Nacht“ die Spiele, die dort bei dieser WM gezeigt werden. Mittwoch, 6.37 Uhr – Messis Rückkehr ins Team mit besonderer NoteNach dem souveränen Sieg im letzten Testspiel hat Superstar Lionel Messi die argentinische Mannschaft und ihre Fans auf die WM-Titelverteidigung eingeschworen. „Los geht’s, aber zusammen wie nie zuvor“, schrieb der 38-Jährige bei Instagram zu einem Foto vom 3:0 gegen Island. In der Partie feierte Messi seine Rückkehr mit einem Elfmeter-Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 (72.). Er war zwei Minuten vorher eingewechselt worden, nachdem er beim Sieg zuvor gegen Honduras wegen einer Überlastung im Oberschenkel noch ausgesetzt hatte. Für Messi war es im 199. Länderspiel für Argentinien der 117. Treffer. Der bald 39-Jährige kürte sich Verbandsangaben zufolge zum ältesten Torschützen der Albiceleste. Für Messi, der Argentinien 2022 in Katar zum Titel geführt hatte, wird es die sechste WM-Teilnahme.Wenn Sie hier klicken, können Sie sich den Gruppenspielplan der WM als PDF herunterladen. step/pk/lwö/SUF/mel/luwi