Stand: 10.06.2026 • 22:25 Uhr
FIFA-Präsident Gianni Infantino hat am Tag vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft erstmals seit drei Jahren wieder eine Pressekonferenz gegeben. Kritik an Ticketpreisen wies er genauso von sich wie die an den Visa-Problemen vieler an der WM beteiligter Menschen.
"Ich hoffe, dass wir heute auch ein bisschen über Fußball sprechen können", sagte Infantino in Mexiko-City. Doch er stellte selbst fest, dass die aktuellen Themen die Einreiseprobleme in die USA, der Iran und die Ticketpreise sind. Die Pressekonferenz fand einen Tag vor dem Start der WM statt, bei der längst klar ist: Bei diesem Turnier dürfen sich zumindest mit Blick auf die USA bei weitem nicht alle Fans und Teilnehmer so willkommen fühlen, wie es der FIFA-Präsident oft versprochen hatte.
Verweigerte Einreise für somalischen Schiri - Infantino gibt sich machtlos
Auf die verweigerte Einreise für Schiedsrichter Omar Artan und Visaprobleme anderer an der WM beteiligten Menschen angesprochen, sagte Infantino: "Wir sind nicht die Könige der Welt, die Regierungen überstimmen können." Er strich eine Machtlosigkeit der FIFA in dieser Hinsicht heraus. Den abgewiesenen Schiri nahm Infantino gegen die von den USA erhobenen Vorwürfe zu Verbindungen mit Terrororganisationen nicht in Schutz. Man könne Regierungen nichts diktieren, sagte Infantino. "Unsere Welt ist leider eine aggressive Welt. Sicherheit steht über allem. Wir müssen die Entscheidungen akzeptieren." Bei der WM in Russland 2018 und bei der WM in Katar 2022 galten Akkreditierungen und Tickets auch als Visum. Eine solche Regelung gibt es bei der WM 2026 nicht.










