Rassistische Krawalle in Nordirland: Damals die Bürgerrechtler, heute die Migranten

Nach einem Messerangriff durch einen Sudanesen brennen Belfaster Unionisten Häuser von Migranten nieder. Die Mentalität dahinter ist die gleiche wie 1969.

Am Morgen danach: Spuren von Hass und Gewalt in Belfast

Peter Morrison/ap/dpa

D ie Bilder der rechten Krawalle aus der nordirischen Hauptstadt Belfast erinnern an den August 1969. Damals griff eine Meute von der protestantisch-unionistischen Shankill Road die katholisch-nationalistische Bombay Street an. Sämtliche 63 Häuser gingen in Flammen auf, die Bewohner mussten fliehen. Der Stadtrat ließ eine Mauer, die sogenannte „Friedenslinie“, zwischen den Vierteln errichten – eine halbe Meile lang, sechs Meter hoch und bestehend aus einer Million Ziegelsteinen.