Brennende Fahrzeuge im Osten Belfasts
Nach der Veröffentlichung eines Videos von einem brutalen Messerangriff in der nordirischen Hauptstadt Belfast ist es am Dienstag in mehreren britischen Städten zu Protesten gekommen.In Belfast versammelten sich gegen 19 Uhr mehrere Hundert Menschen, um gegen Einwanderung zu demonstrieren. Viele von ihnen waren maskiert, sie lieferten sich teils gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei und errichteten Barrikaden. In mehreren Teilen der Stadt stieg schwarzer Rauch auf, mehrere Fahrzeuge wurden in Brand gesetzt. Auf TV-Bildern waren auch brennende Gebäude zu sehen. Laut der Nachrichtenagentur AFP mussten einige Bewohner von der Feuerwehr aus Häusern geholt werden.
In Southampton in Südengland kam es zu einer Protestkundgebung vor einem Hotel, in dem Asylsuchende untergebracht waren. Zu den Demonstrationen in mehreren Städten hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen, darunter auch der bekannte Rechtsradikale Tommy Robinson. Der US-Milliardär Elon Musk ermutigte die Protestierenden via X , »immer wieder und laut« auf die Straße zu gehen.
Maskierte Demonstranten in Belfast
Hintergrund war ein Messerangriff vom späten Montagabend, bei dem ein Mann schwer verletzt worden war. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen 30 Jahre alten Mann aus dem Sudan. Er wurde inzwischen wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt. Er soll am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden.










