Angesichts wachsender Bedeutung militärischer Drohnentechnologie verbünden sich die etablierten Konzerne Rheinmetall, Mercedes-Benz und Heidelberger ​Druckmaschinen mit Start-up-Unternehmen.Auf der Luftfahrtmesse ILA in Berlin vereinbarte der Rüstungsanbieter Rheinmetall am Mittwoch eine Zusammenarbeit mit dem Münchner Start-up ERC System, das Elektroflieger bisher für zivile Zwecke ‌entwickelt. Bei dem Autobauer und dem Druckmaschinenhersteller hingegen zeichneten sich Partnerschaften mit Drohnenabwehr-Spezialisten ab. Mercedes-Benz beabsichtigt der „Financial Times“ zufolge mit dem Münchner Start-up Tytan Technologies zusammenzuarbeiten. Heideldruck kündigte eine Kooperation mit einem noch ungenannten ukrainischen Drohnenanbieter an.

E-Drohne soll 250 Kilogramm tragen könnenDeutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall hat bereits eine Reihe von Partnerschaften geschlossen und will nun mit ERC eine elektrische Drohne für Frachttransporte bis 250 Kilogramm produzieren. Für die Fertigung in Nordrhein-Westfalen solle bis 2029 eine dreistellige Anzahl an Arbeitsplätzen entstehen, teilten die Unternehmen und das Land ​NRW bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit. Damit werde der „Grundstein für die Industrialisierung eines zukunftsweisenden unbemannten Flugsystems in Deutschland“ gelegt, erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger. Vize-Ministerpräsidentin und Landeswirtschaftsministerin Mona ⁠Neubaur (Grüne) sprach von einem „entscheidenden ⁠Beitrag zur Resilienz des Landes“.