PfadnavigationHomePodcastsAha!WISSENSCHAFTS-PODCASTWarum bleiben psychische Erkrankungen bei Männern oft unerkannt?Stand: 10.06.2026Lesedauer: 3 MinutenQuelle: picture alliance/empics/Dominic LipinskiWarum sprechen Männer oft später über psychische Belastungen und weshalb nehmen sie seltener professionelle Hilfe in Anspruch? Eine Soziologin erklärt, welche Rolle dabei traditionelle Männlichkeitsvorstellungen spielen, warum Depressionen bei Männern oft anders aussehen können und was Männern helfen kann, psychisch gesund zu bleiben.Außerdem beantworten wir die Frage: Warum schmeckt Orangensaft direkt nach dem Zähneputzen so bitter?Hier können Sie die Folge direkt hören:Abonnieren Sie den Podcast unter anderem bei Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music oder direkt per RSS-Feed.Hier bekommen Sie schon einen kurzen Einblick in den Inhalt der Folge:Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen überhaupt. Dennoch suchen viele Betroffene erst spät Hilfe – insbesondere Männer. Fachleute beobachten seit Jahren, dass Männer psychische Belastungen häufig später erkennen, seltener darüber sprechen und professionelle Unterstützungsangebote weniger nutzen.In dieser Folge von „Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ geht es um die Frage, warum das so ist, wie sich Depressionen bei Männern äußern können und welche Rolle gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit dabei spielen. Zu Gast ist die Soziologin Silvia Krumm.Wenn Depressionen anders sichtbar werdenBei Depressionen denken viele Menschen zunächst an Traurigkeit, Rückzug oder Antriebslosigkeit. Diese Symptome können zwar auftreten, doch bei Männern zeigen sich psychische Belastungen teilweise auch anders.Neben den klassischen Anzeichen können Reizbarkeit, Aggressivität, starke Unzufriedenheit oder ein erhöhter Alkohol- und Substanzkonsum auftreten. Dadurch werden die psychischen Probleme oft nicht sofort als solche erkannt – weder von den Betroffenen selbst noch von ihrem Umfeld.Der Einfluss traditioneller MännlichkeitsbilderViele gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit sind eng mit Eigenschaften wie Stärke, Unabhängigkeit und Durchsetzungsfähigkeit verbunden. Solche Erwartungen können dazu beitragen, dass Männer psychische Belastungen seltener offen ansprechen oder sich schwerer damit tun, Hilfe anzunehmen.Hinzu kommt, dass Depressionen lange Zeit vor allem als Erkrankung von Frauen wahrgenommen wurden. Dadurch kann die Hemmschwelle für Männer zusätzlich steigen, über eigene Probleme zu sprechen oder professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.Was Männern psychisch helfen kannFür die psychische Gesundheit kann es hilfreich sein, Gefühle wahrzunehmen und offen auszudrücken, statt Belastungen dauerhaft mit sich selbst auszumachen. Auch soziale Beziehungen, Freundschaften und familiäre Bindungen spielen eine wichtige Rolle als Schutzfaktoren.Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, eigene Vorstellungen von Männlichkeit zu hinterfragen. Wer nicht das Gefühl hat, alles allein bewältigen zu müssen, sucht häufig früher Unterstützung und kann psychischen Belastungen besser begegnen.Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von KI aus dem Transkript unseres Wissenschaftspodcasts erstellt.„Aha! Zehn Minuten Alltagswissen“ ist der Wissenschafts-Podcast von WELT. Darin klären wir, was es mit weitverbreiteten Mythen auf sich hat. Und welche Sie davon wirklich glauben können. Lindert ein Konterbier den Kater? Und härtet kaltes Duschen ab? Was stimmt wirklich – und was nicht? Wir gehen außerdem psychologischen Phänomenen auf den Grund: Der Angst, etwas zu verpassen zum Beispiel. Oder der Frage: Warum wir im Schlaf reden? Um all diese Fragen zu beantworten, sprechen wir mit Expertinnen und Experten, die uns helfen, die Welt noch besser zu verstehen. Faktenbasiert und auf dem aktuellen Stand der Forschung – und das alles in nur zehn Minuten. „Aha! Zehn Minuten Alltags-Wissen“ erscheint immer dienstags, mittwochs und donnerstags ab 5 Uhr. Wir freuen uns über Feedback an wissen@welt.de.
Warum bleiben psychische Erkrankungen bei Männern oft unerkannt? - WELT
Warum sprechen Männer oft später über psychische Belastungen und weshalb nehmen sie seltener professionelle Hilfe in Anspruch? Eine Soziologin erklärt, welche Rolle dabei traditionelle Männlichkeitsvorstellungen spielen, warum Depressionen bei Männern oft anders aussehen können und was Männern helfen kann, psychisch gesund zu bleiben.






