Mitarbeiter des Roten Kreuzes bei Desinfektion eines Krankenhauses in der Provinz Ituri (DR Kongo, 21. Mai)

Die Demokratische Republik Kongo verzeichnet nach eigenen Angaben einen starken Anstieg ​der bestätigten Ebola-Fälle auf fast 600. Die Zahl der Infektionen mit dem ‌Bundibugyo-Stamm des Virus sei auf 598 gestiegen, teilte die Regierung am Dienstag mit. 115 Menschen seien an der Krankheit gestorben, 22 Patienten hätten sich erholt. Der Ausbruch war ​am 15. Mai bekannt gegeben worden, blieb den Behörden zufolge jedoch wochenlang ⁠unentdeckt (mehr zum Ausbruch hier ).

Die Sterblichkeitsrate bei diesem Ausbruch betrage knapp 17 Prozent, teilte die Gesundheitsbehörde Africa CDC mit . Bei früheren Ebola-Epidemien lag sie teils bei mehr als 50 Prozent.

Die ⁠Epidemie wütet in drei von bewaffneten Konflikten geprägten Provinzen: Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu. In Ituri seien 17 Gesundheitszonen ‌betroffen, in Nord-Kivu sieben und in Süd-Kivu ​eine. Die ‌Regierung rief die Bevölkerung auf, bei Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Durchfall oder starker Schwäche umgehend das nächste Gesundheitszentrum aufzusuchen.

Desinfektion eines Krankenwagens in der Provinz Ituri (DR Kongo, 9. Juni)