PfadnavigationHomeGeldVerbraucherWELT-KaufberaterRestaurantqualität für zu Hause – welche Pizzaöfen im Test wirklich überzeugen konntenVon Vanessa SchraderStand: 11.06.2026Lesedauer: 8 MinutenMit einem Pizzaofen soll die perfekte Pizza auch zu Hause gelingen. Welche Modelle die besten Ergebnisse liefern, zeigt unser Test.Eine frisch gebackene Pizza mit knusprigem Boden, luftigem Rand und geschmolzenem Käse wie aus der Pizzeria wünschen sich viele auch für zu Hause. Genau das versprechen moderne Pizzaöfen. Sie sollen hohe Temperaturen in kurzer Zeit erreichen und dadurch die perfekte Pizza in Restaurantqualität liefern. In der Praxis zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede bei den Geräten. So haben wir sieben aktuelle Pizzaöfen getestet und geprüft, welche Modelle tatsächlich für überzeugende Ergebnisse sorgen.Was Sie vorab über Pizzaöfen wissen solltenStrom oder Gas: Pizzaöfen sind entweder als Elektro- oder Gasmodelle erhältlich. Elektrogeräte lassen sich häufig flexibler einsetzen und eignen sich teilweise sogar für die Küche. Gasbetriebene Öfen erreichen meist höhere Temperaturen, benötigen jedoch mehr Platz und etwas Übung im Umgang.Schnelle Backzeiten allein reichen nicht aus: Viele Geräte backen eine Pizza bereits nach wenigen Minuten. Entscheidend sind jedoch auch eine gleichmäßige Bräunung, ein lockerer Rand und ein knuspriger Boden. Sichtfenster: Bei Modellen ohne Sichtfenster ist häufig Erfahrung gefragt, daher sind Pizzaöfen mit Sichtfenster für Anfänger oft die bessere Wahl. Testsieger: Der Ninja Artisan MO201EU backt die beste PizzaDer Ninja Artisan MO201EU bringt mit 1760 Watt Leistung, einem 30 Zentimeter großen Pizzastein und fünf verschiedenen Pizza-Modi eine Ausstattung mit, die sich für Einsteiger und ambitionierte Pizzafans gleichermaßen eignet. Damit deckt das Gerät unterschiedliche Pizzastile ab und zeigt schon auf dem Papier, wie vielseitig es ist.Dass der Hersteller auf Komfort und Vielseitigkeit setzt, zeigt sich auch bei der Ausstattung. Zum Lieferumfang gehören unter anderem eine Pizzaschaufel, ein Backblech, ein Heißluftfritteusen-Korb sowie ein umfangreiches Rezeptbuch. Besonders praktisch ist das Sichtfenster, das sich bei Bedarf beleuchten lässt. Das robuste Gehäuse ist zudem für den Einsatz im Außenbereich ausgelegt.Die Bedienung gelingt insgesamt unkompliziert über Tasten und Drehregler. Das Display zeigt den aktuellen Status an und bestätigt abgeschlossene Programme mit einer klaren Rückmeldung. Besonders positiv fällt auf, wie schnell das Gerät betriebsbereit ist. Bereits nach rund 17 Minuten ist die gewünschte Temperatur erreicht.Im Praxis-Test gelingt die Margherita im passenden Programm in weniger als drei Minuten. Dabei überzeugt sie mit lockerem Rand, knusprigem Boden und gleichmäßiger Bräunung. Mit etwas Erfahrung lässt sich das Ergebnis sogar noch weiter verfeinern. Auch die Tonno liefert ein überzeugendes Ergebnis mit saftiger Konsistenz und rundem Geschmack.Neben den Backergebnissen punktet auch die sichere Handhabung. Der Ofen steht stabil, rutschhemmende Füße sorgen für zusätzlichen Halt. Die Anleitung ist verständlich aufgebaut und erleichtert den Einstieg. Lediglich beim Herausnehmen der Pizza ist anfangs etwas Vorsicht nötig, da die Ofenkante sehr heiß werden kann.Schließlich gelingt auch die Reinigung problemlos. Zwar sind Stein und Zubehör nicht für die Spülmaschine geeignet, lassen sich aber gut von Hand säubern. Insgesamt hinterlässt der Ninja Artisan einen sehr hochwertigen Eindruck und sichert sich damit verdient den ersten Platz.Preistipp: Der Ariete Pizza in 4’ minuti ist eine günstige Alternative Kompakt gebaut, auffällig gestaltet und deutlich günstiger als viele Konkurrenten ist der Ariete Pizza in 4’ minuti. Das rote Gehäuse erinnert optisch fast an ein kleines Raumschiff und fällt sofort ins Auge. Mit 1200 Watt Leistung, fünf Temperaturstufen und einem integrierten Timer wirkt die Ausstattung zunächst schlicht, zeigt im Alltag aber solide Ergebnisse.Auch wenn die Technik überschaubar wirkt, kann der kleine Ofen im Praxis-Test mithalten. Für die Margherita benötigt er rund zehn Minuten, bis Boden und Teig eine zufriedenstellende Konsistenz erreichen. Danach gelingt die Tonno etwas schneller, nachdem die Temperatur erhöht wurde. Dabei zeigt sich jedoch, dass die Bräunung nicht immer gleichmäßig ausfällt und einzelne Bereiche unterschiedlich stark gegart werden.Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert – auch wenn die Anleitung nur wenige hilfreiche Details liefert. Da ein Sichtfenster fehlt, muss der Backvorgang regelmäßig kontrolliert werden. Die mitgelieferten Pizzaheber erleichtern das Handling jedoch spürbar. Auch die Reinigung ist schnell erledigt und erfordert meist nur ein feuchtes Tuch.Perfekte Pizzeria-Ergebnisse darf man allerdings nicht erwarten. Für den Preis bietet die Ariete jedoch einen soliden Einstieg in die Welt der Pizzaöfen mit alltagstauglichen Ergebnissen. So haben wir die Pizzaöfen getestet Alle Geräte mussten denselben Praxis-Test durchlaufen. Neben einer klassischen Margherita wurde auch eine Tonno zubereitet. Anschließend bewerteten wir Handhabung, Konsistenz und Geschmack der fertigen Pizzen.Für möglichst vergleichbare Bedingungen kamen fertige Teiglinge aus dem Handel zum Einsatz. Selbstgemachter Teig wäre zwar ideal gewesen, hätte aber die Ergebnisse verfälscht. Die 350 Gramm schweren Portionen wurden lediglich von Hand geformt.Ausstattung und Funktionen: Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gut ein Pizzaofen seine Kernaufgabe erfüllt. Ein gutes Gerät sollte eine Pizza mit knusprigem Boden und luftigem Rand liefern. Zusätzliche Programme und Temperaturstufen können die Zubereitung erleichtern. Positiv bewertet wurden sinnvolle Extras wie eine Pizzaschaufel. Abzüge gab es bei schwachen Backergebnissen, langen Zubereitungszeiten oder unzuverlässigen Programmen.Bedienung und Reinigung: Neben den Backergebnissen spielten auch Verarbeitung und Bedienkomfort eine wichtige Rolle. Entscheidend war, wie intuitiv sich die Geräte nutzen lassen und ob die Ausstattung zum Preis passt. Zusätzlich wurde bewertet, wie einfach sich Stein und Zubehör reinigen lassen.Technik und Sicherheit: Auch die Sicherheit floss in die Bewertung ein. Geprüft wurden unter anderem Standfestigkeit, Kabellänge sowie der Stromverbrauch bei Elektrogeräten während des Betriebs.Weitere Pizzaöfen, die wir getestet habenNeben dem Testsieger und dem Preistipp wurden noch fünf weitere Pizzaöfen getestet, die sich ebenfalls lohnen können – zum Beispiel für Für Vielnutzer: WMF Pizzaiolo ProMit rund 23 Kilogramm gehört der WMF Pizzaiolo Pro zu den größten Geräten im Test. Der Gasofen erreicht bis zu 500 Grad und verfügt über einen automatisch rotierenden 40 Zentimeter großen Cordierit-Stein, der für eine gleichmäßige Bräunung sorgen soll.Nach einer kurzen Aufheizzeit von etwa 15 Minuten gelingen die Pizzen in rund zwei Minuten. Sowohl Margherita als auch Tonno überzeugen mit gleichmäßigem Ergebnis und lockerem Rand. Besonders positiv fällt das integrierte Thermometer auf.Kritik gibt es vor allem für die sehr große Bauweise und die knappe Anleitung. Auch die Batterie für den rotierenden Stein wirkt im Alltag etwas umständlich. Wer jedoch regelmäßig Pizza backt und ausreichend Platz hat, erhält ein sehr leistungsstarkes Gerät.Mit rotierendem Stein: Tefal Pizza Pronto von Jamie OliverDer gemeinsam mit Jamie Oliver entwickelte Pizza Pronto ist klar für den Außenbereich konzipiert. Der Gasofen arbeitet mit rotierendem Stein und kostet rund 290 Euro.Der Aufbau erfordert etwas Geduld und bei Wind kann die Flamme gelegentlich ausgehen. Im Betrieb benötigen die Pizzen etwa dreieinhalb Minuten, deutlich mehr als beworben. Trotzdem überzeugen Boden, Rand und Bräunung im Ergebnis.Die Reinigung ist weniger komfortabel, da der Stein nicht gewaschen werden darf. Positiv fällt die App mit Rezepten und Anleitungen auf. Insgesamt liefert der Pizza Pronto solide Ergebnisse für Nutzerinnen und Nutzer mit Außenbereich.Backt ungleichmäßig: Unold Don AlfredoDer Unold Don Alfredo bietet bis zu 450 Grad, sechs Programme und kostet rund 220 Euro. Zur Ausstattung gehören Sichtfenster, Beleuchtung und Pizzaschieber.Die Margherita gelingt gut und ist schnell fertig. Bei der Tonno zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede in der Bräunung, teilweise mit verbrannten Stellen. Auch der Boden wird nicht immer gleichmäßig knusprig.Die Bedienung ist einfach, die Anleitung hilfreich. Allerdings arbeitet das Gerät recht laut. Wer experimentierfreudig ist, kann dennoch gute Ergebnisse erzielen.Heizt lange vor: Caso PizzaChef 430°Der Caso PizzaChef 430° bietet 2200 Watt Leistung, bis zu 430 Grad, acht Programme und ein Sichtfenster.Im Test zeigt sich jedoch schnell, dass die Praxis nicht mit den Erwartungen mithalten kann. Das Vorheizen dauert deutlich länger als angegeben und wird nach rund 40 Minuten manuell abgebrochen. Die fertigen Pizzen sind nur durchschnittlich.Auch die Bedienung reagiert teilweise träge. Positiv sind die Hinweise zur Teigzubereitung und der Pizzaschaber. Insgesamt bleibt ein gemischter Eindruck.Wird sehr heiß: Ooni Koda 2Der Ooni Koda 2 erreicht bis zu 500 Grad und arbeitet mit großem Stein. Eine Pizzaschaufel gehört nicht zum Lieferumfang.Schon die Inbetriebnahme verläuft nicht reibungslos, da die Zündung nicht zuverlässig funktioniert. Nach etwa 15 Minuten ist der Ofen zwar heiß, die Wärme verteilt sich jedoch ungleichmäßig.Das führt dazu, dass Pizzen ständig gedreht werden müssen, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen. Die Resultate bleiben insgesamt nur durchschnittlich. Angesichts des hohen Preises fällt das Gesamtbild eher enttäuschend aus.Fazit: Nicht jeder Pizzaofen liefert Pizzeria-NiveauDie Unterschiede zwischen den getesteten Modellen sind deutlich. Der Ninja Artisan überzeugt mit starken Ergebnissen, einfacher Bedienung und umfangreicher Ausstattung und sichert sich den Testsieg. Der WMF Pizzaiolo Pro ist vor allem für Vielnutzer mit ausreichend Platz interessant. Der Ooni Koda 2 kann seine hohe Leistung dagegen nicht zuverlässig in gute Ergebnisse umsetzen. Caso und Unold zeigen interessante Ansätze, haben aber Schwächen bei Bedienung und Gleichmäßigkeit. Der Ariete ist eine günstige Option, erfordert jedoch etwas Übung und Kompromisse.Warum Sie dem WELT-Kaufberater vertrauen können: Der WELT-Kaufberater steht für aufwendige Tests und unabhängige Produktempfehlungen, die wirklich helfen. Dafür sorgt das Kompetenzcenter Tech & Mobility (gehört wie WELT zu Axel Springer) mit einer erfahrenen Fachredaktion und eigenem Testlabor. Seit Jahrzehnten stehen diese Experten mit ihren Tests unter anderem bei COMPUTER BILD und AUTO BILD für höchste Qualitätsstandards.Lesen Sie auch
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