Straßenumbauten haben in Berlin einen schwierigen Stand. Sowohl die Neugestaltung der Bergmannstraße als auch die inzwischen geradezu chronischen Umbaumaßnahmen der Friedrichstraße haben bei vielen Berlinerinnen und Berlinern Spuren hinterlassen. Wo in Kreuzberg ursprünglich eine „Begegnungszone“ entstehen sollte, wurde eher ein Spießrutenlauf geschaffen, sobald man die Straße überqueren möchte. Und wo in Mitte die Verkehrswende sichtbar werden sollte, herrschte nach dem Umbau lange Stillstand.
Nun bangen Gastronomen und Gewerbetreibende, dass es der sonst so lebendigen Torstraße ähnlich ergehen könnte. In einem Offenen Brief, der dieser Zeitung vorliegt, wenden diese sich angesichts der geplanten Umbaumaßnahmen mit „großer Sorge“ an die Politik und Verwaltung: „Die Torstraße darf nicht zum nächsten Berliner Baustellen-Opfer werden“, heißt es in der Überschrift.
Vom Berliner Treffpunkt zur Dauerbaustelle?
Was sich über Jahre hinweg organisch zu einer Ausgehmeile, Food-Meile und einem Treffpunkt für Berlinerinnen, Berliner und Gäste aus aller Welt entwickelt habe, stehe nun vor einer ungewissen Zukunft. „Uns erfüllt die aktuelle Planung mit großer Angst“, schreiben die Gastronomen und Gewerbetreibenden. Über 50 Betriebe zwischen Chausseestraße und Rosenthaler Platz haben sich der Initiative „Torstraße beleben“ angeschlossen – darunter die Brasserie Torbar, das Sanbuena, die Flatmakers und das Café St Oberholz.









