Ein Sprecher der Brüsseler EU-Kommission hat Apples Vorwurf vom Montag, der Digital Markets Act (DMA) sorge dafür, dass Siri AI nicht nach Europa kommen kann, deutlich widersprochen. Anstatt nach einer Lösung zur Einhaltung der Vorschriften zu suchen, habe Apple die Europäische Kommission einfach gebeten, das Unternehmen für mindestens 18 Monate von seinen Verpflichtungen zu befreien. Apple hatte angegeben, man wolle mit einem sogenannten Trusted OS Agent dafür sorgen, dass KI-Systeme, die die EU-Kommission auf Systemebene für iOS und iPadOS zulassen will, in einer geschützten Umgebung laufen. Begründet wurde dies unter anderem mit dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer.
Sprecher: „EU-Recht nicht verhandelbar“
Der EU-Sprecher sagte gegenüber der Nachrichtenagentur dpa, man sehe keine Option in einer Aussetzung der Regulierung, „denn [das] würde bedeuten, dass kein anderer KI-Assistent als Siri die gleiche Chance hätte, von iPhone-Nutzern ausgewählt zu werden“. EU-Recht sei nicht verhandelbar, so der Kommissionssprecher weiter.
Apple nutzt zwar Googles Gemini-Technik für die Verbesserung seiner eigenen Grundmodelle (Apple Foundation Model, AFM), betont allerdings, dass weder Apple selbst noch Google an Nutzerdaten kommen kann. Stattdessen läuft die KI-Verarbeitung im Rahmen von Apples verschlüsseltem Private-Cloud-Compute-System (PCC), das nun auf Nvidia-Chips erweitert wurde.










