Die Zinsen dürften wieder steigen: Nach einer längeren Zinspause könnte EZB-Chefin Christine Lagarde am Donnerstag wieder eine Zinserhöhung auf dann 2,25 Prozent verkünden
Zuletzt gab es verschiedene Anzeichen für eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran, was die Wahrscheinlichkeit für ein baldiges Kriegsende und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus erhöht. Dann, so die Hoffnung, könnte es zu einer schnellen Entspannung auf dem Ölmarkt kommen, die Energiepreise könnten auf das Niveau vom Jahresanfang fallen. Ein schönes Szenario – nur leider ziemlich unrealistisch.
Tatsächlich dürften der Welt anhaltend hohe Inflationsraten und damit einhergehende Zinserhöhungen bevorstehen. Und das hat nicht nur mit der Lage im Nahen Osten zu tun.Mehrere Faktoren treiben die InflationIn volkswirtschaftlichen Modellen wird der inflationäre Impuls oft unterschätzt, da diese primär Rohöl betrachten. Auch hier wäre es selbst im Falle eines baldigen Kriegsendes verfrüht, kurzfristig mit Entspannung an den Märkten zu rechnen, da die Risikoprämien erhöht bleiben und im Krieg wichtige Infrastruktur beschädigt oder zerstört wurde. Auch wird die Nachfrage zunächst erhöht bleiben, etwa weil Ölreserven, die im Zuge des Krieges freigegeben wurden, wieder aufgefüllt werden müssen.















