Gerade, als in einer wichtigen ZDF-Nachrichtensendung nach Washington geschaltet wurde, damit die Korrespondentin dem deutschen Publikum mal wieder den erratischen US-Präsidenten erklärt, da erschrak man ein bisschen. Wie so oft hatte sich Claudia Bates auch diesmal wieder vor das Weiße Haus gestellt, da weiß man als Zuschauer sofort: Sie ist ganz nah dran. Doch plötzlich hielt ein Bus hinter ihr und drei bis vier männliche Kämpfer blickten der Korrespondentin sehr böse über die Schulter, direkt in unser Wohnzimmer hinein. Die Männer, so konnte man auf dem Bus lesen, hießen: Topuria, Gaethje, Pereira und Gane. Es handelt sich um jene Ringer, die sich der Präsident zu seinem runden Geburtstag auf seine Gartenparty bestellt hat.Nun hilft es nach einem Schock immer, sich mal kurz hinzulegen. Dann geht es einem wieder besser. Es tut sich ja so viel Gutes in der Welt: Die Leute trinken Matcha, besuchen Pilates-Studios und unterhalten sich über Frauenfußball, da hat blutiger Machismo keine Chance mehr. So dachte man selbst zumindest. Manchmal. Aber dann blickte man kurz aufs Handy und sah das offizielle Fußball-WM-Foto der norwegischen Herren-Nationalelf. Sehr ernst dreinblickende Männer, welche mit Speeren, Schilden, Trinkhörnern und Bögen einen auf Wikinger machen. Aber nicht von der Art, wie man es von Wickie, Ylvi und Faxe kannte. Eher so, wie zum Beispiel Pete Hegseth schaut, wenn er seinen Generälen erklärt, sie seien zu dick. Offenbar soll uns das norwegische Mannschaftsfoto sagen: Nehmt Euch in Acht, wir machen Euch alle fertig. Aufgenommen hatte es der schottische Fotograf David Yarrow, der dafür bekannt ist, seine Kamera mit Lockduftstoffen zu bestreichen, um sich wilde Tiere vor die Linse zu holen.Es gibt Momente, da würden wir gerne vor allen schrecklichen Männern dieser Welt flüchten. Am liebsten zusammen mit dem dicken Faxe. Und keine Angst, Ylvi und Frau Bates, wenn Sie möchten, nehmen wir Sie mit.