PfadnavigationHomePolitikDeutschlandLinksextremismus„Das ist ein Mittel des Kampfes von links gegen die Gesellschaft, gegen den Staat“, warnt DobrindtStand: 12:29 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Zahl politisch motivierter Straftaten in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Besonders linksextreme Gewalttaten stiegen stark an: „Wo bleiben die Ergebnisse, Herr Münch?“, fragt sich Alexander Dinger, Ressortleiter WELT-Investigativ, bezüglich der Sabotageakte durch die „Vulkan-Gruppen“.Im vergangenen Jahr hat die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland mit 85.837 Straftaten einen neuen Höchststand erreicht. Linksextremistische Gewalttaten stiegen um 42 Prozent – für Innenminister Dobrindt eine „deutlich wachsende Bedrohung“.Die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Wie Bundesinnenministerium und Bundeskriminalamt am Dienstag mitteilten, wurden 2025 insgesamt 85.837 Straftaten verzeichnet. Dies waren knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Hauptgrund war ein Anstieg um gut ein Drittel bei linksextremistischer Kriminalität auf insgesamt 13.490 Fälle. Hier legte auch die Zahl der Gewalttaten stark zu.„Die linke Szene unterstreicht mit einem Steigen von 42 Prozent der Gewalttaten die deutlich wachsende Bedrohung“, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) während der Pressekonferenz. Eindrucksvoll werde klar, „dass die linke Szene deutlich mobilisiert und dafür sorgt, dass Gewalttaten stärker in unserer Gesellschaft auftreten“. Besonders beunruhigend sei der „erhebliche Anstieg in der linken Szene bei Straßenkampf und Stromsabotage“. Lesen Sie auchDer CSU-Politiker erinnerte an den Brandanschlag und den tagelangen Stromausfall Anfang des Jahres in Berlin „mit erheblichen Auswirkungen auch auf die Berliner Gesellschaft. Das ist ein Mittel des Kampfes von links gegen die Gesellschaft, gegen den Staat“. Er gehe davon aus, dass in diesem Bereich immer wieder ähnliche Taten auftreten werden.Gerade die linke Szene nehme die Polizei als Feindbild immer stärker in den Blick. „Das ist ein unerträglicher Zustand“, sagte Dobrindt und sieht „offensichtlich eine hohe Bereitschaft, im Rahmen von Demonstrationsgeschehen gegen Polizistinnen und Polizisten vorzugehen“. Das Strafrecht solle an dieser Stelle angepasst werden.Rechtsextremistisch motivierte Straftaten blieben mit rund der Hälfte aller Fälle mit Abstand der größte Bereich. Verzeichnet wurden 42.544 Fälle, dies war ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent. Ein großer Teil der Delikte entfällt auf Propaganda-Straftaten wie Hakenkreuz-Schmierereien oder das Verwenden verbotener Symbole.Aber auch hier stieg die Zahl der Gewaltdelikte. Sie nahmen um 7,4 auf 1598 Fälle zu. Hierzu gehören Straftaten wie Körperverletzung, Brand- und Sprengstoffdelikte sowie Landfriedensbruch.Steigende Gewaltbereitschaft bei jüngeren MenschenEs gebe, so Dobrindt, eine Reihe von erschreckenden Einzelbeispielen. „Sie kennen den Fall eines 15-Jährigen, der mit einem Hammer in einer Schule in Friedberg auf einen irakischen Jungen losgegangen ist, ihn schwer am Kopf verletzt hat und einen weiteren Jungen an der Schulter verletzt hat.“ Die Gewaltbereitschaft steige, gerade bei jüngeren Menschen.Bei religiös motivierten Straftaten verzeichneten die Sicherheitsbehörden eine Zunahme um 5,7 Prozent auf 1983 Fälle zu. Gewaltdelikte stiegen hier zwar um fast 13 Prozent an, spielten mit 98 Fällen aber eine vergleichsweise geringe Rolle.Bei Straftaten, die durch ausländische Ideologie motiviert waren, gab es unterdessen einen Rückgang um 6,2 Prozent auf 6886 Fälle. Gewaltdelikte gingen hier um fast 28 Prozent auf 704 Straftaten zurück.Lesen Sie auchBei sonstigen Bereichen, die keiner der Hauptgruppen zugeordnet werden, lag die Zahl der registrierten Straftaten bei 20.934. Dies war ein Rückgang um 5,7 Prozent. Die Gewalttaten verringerten sich hier um 15,9 Prozent auf 669 Fälle.Bei sogenannter Hasskriminalität, die aufgrund gruppenbezogener Vorurteile begangen werden, verzeichneten die Sicherheitsbehörden einen Anstieg um rund 1,8 Prozent auf 22.159. Mit 88 Prozent oder 19.484 Fällen war der überwiegende Teil der Delikte dabei fremdenfeindlich motiviert und blieb praktisch auf Vorjahresniveau. 8870 Delikte wurden als ausländerfeindlich eingestuft (minus 5,3 Prozent).Es folgten antisemitische motivierte Straftaten. Ihre Zahl erhöhte sich um fünf Prozent auf 6548 Fälle. Einen sehr starken Anstieg gab es auch bei antiziganistisch motivierten Delikten. Sie erhöhten sich um 23 Prozent auf 240 Fälle. Sehr groß war auch die Zunahme bei frauenfeindlich eingestuften Delikten um fast 47 Prozent auf 819.Bei der Hasskriminalität ist auch eine Zuordnung zu mehreren Gruppen möglich. Die Gesamtzahl ist deshalb geringer als die dort aufgeführten Fälle.dpa/jm
Linksextremismus: „Das ist ein Mittel des Kampfes von links gegen die Gesellschaft, gegen den Staat“, warnt Dobrindt - WELT
Im vergangenen Jahr hat die politisch motivierte Kriminalität in Deutschland mit 85.837 Straftaten einen neuen Höchststand erreicht. Linksextremistische Gewalttaten stiegen um 42 Prozent – für Innenminister Dobrindt eine „deutlich wachsende Bedrohung“.












