Als erster Somalier wurde Omar Abdulkadir Artan vom Weltfussballverband (Fifa) als WM-Referee nominiert. Doch Artan – vom afrikanischen Fußballverband (CAF) 2025 zum besten Schiedsrichter des Jahres gekürt – scheiterte trotz gültigem Visa an den Einreisebestimmungen der USA. Artan wollte von Istanbul kommend am Samstag in Miami in die USA einreisen. Die US-Grenzschutzbehörde bestätigte, dass ein somalischer Staatsangehöriger am Flughafen Miami eingetroffen sei und nach einer routinemässigen Zusatzkontrolle wegen nicht näher erläuterter Sicherheitsbedenken abgewiesen wurde. Die Fifa bestätigte später, dass es sich um den Schiedsrichter handelte. In einer Stellungnahme liess sie verlauten, dass sie nicht an den Einwanderungsverfahren und Visumsentscheidungen des Gastgeberlandes beteiligt sei. Am Status von Artan werde sich zu gegenwärtigem Zeitpunkt nichts ändern.Ciise Aden Abshir, früherer Captain des somalischen Nationalteams und nun Berater des Sportministeriums, bestätigte, dass Artan über ein gültiges Visum verfügt habe. Die Verweigerung der Einreise schade nicht nur dem Schiedsrichter persönlich, es «untergräbt auch das Bekenntnis des Fussballs zu Fairness, Leistung und dem Geist des Fairplay», sagte Abshir gegen über der Nachrichtenagentur Agence France Presse (AFP).Somalia gehört zu den Ländern, die auf einer Liste für Einreiseverbote der Regierung von US-Präsident Donald Trump stehen. Vollständige Einreiseverbote wurden gegen Staatsbürger Haitis und Irans verhängt –das iranische Nationalteam darf nur an Spieltagen amerikanischen Boden betreten. Teilweise bestehen Einreiseverbote auch gegenüber Bürgern Senegals und von Côte d’Ivoire.
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