Verdacht auf sexuelle Übergriffe: Das Weltstrafgericht suspendiert seinen ChefanklägerKarim Khan, der die Haftbefehle gegen Benjamin Netanyahu und Wladimir Putin erliess, soll eine enge Mitarbeiterin zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Die UN untersuchten die Vorwürfe. Jetzt droht ihm die Amtsenthebung.09.06.2026, 01.16 Uhr2 LeseminutenKarim Khan, Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, ist wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe mit sofortiger Wirkung von seinem Dienst suspendiert worden.Anadolu / Anadolu(dpa) Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofes, Karim Khan, ist wegen des Verdachts auf sexuelle Übergriffe mit sofortiger Wirkung von seinem Dienst suspendiert worden. Eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Amtsenthebung sollen die Vertragsstaaten auf einer Sondersitzung treffen. Das teilte das Präsidium der Vertragsstaaten des Gerichts in Den Haag mit. Die Sondersitzung soll so schnell wie möglich stattfinden.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.2024 hatte eine enge Mitarbeiterin dem britischen Juristen sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Er soll sie mehrfach und über einen längeren Zeitraum hinweg bedrängt und zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Eine Kommission der Vereinten Nationen hatte die Vorwürfe untersucht. Diese hatte im Dezember 2025 ihren Bericht vorgelegt. Der Bericht wurde bisher nicht veröffentlicht.Drei Richter des Weltstrafgerichts hatten auf der Grundlage der Untersuchung ein Rechtsgutachten vorgelegt. Auch dieses wurde nicht veröffentlicht.Khan (56) lässt sein Amt seit gut einem Jahr vorläufig ruhen und wollte zurückkommen, wenn die Vorwürfe geklärt sind. Er bestreitet alle Vorhaltungen.USA setzen Gericht unter DruckKhan war seit 2021 Chefankläger und hatte unter anderem einen Haftbefehl gegen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu und gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin erlassen. Vor allem wegen des Haftbefehls gegen Netanyahu verstärkten die USA ihren Druck auf das Gericht und verhängten Sanktionen gegen Mitarbeiter und Richter.125 Staaten haben den Grundlagenvertrag des Strafgerichtshofes unterzeichnet, darunter alle EU-Staaten. Die USA, Russland und Israel gehören dem Gericht nicht an.Passend zum Artikel
Das Weltstrafgericht suspendiert seinen Chefankläger
Karim Khan, der die Haftbefehle gegen Benjamin Netanyahu und Wladimir Putin erliess, soll eine enge Mitarbeiterin zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Die UN untersuchten die Vorwürfe. Jetzt droht ihm die Amtsenthebung.










