Im Sport könnte Wladimir Putin mit dem Ergebnis sehr zufrieden sein. Russlandfreundliche Parteien haben bei der Parlamentswahl in Armenien die Plätze zwei und drei erreicht, sogar eine dritte prorussische Partei könnte es noch knapp ins Abgeordnetenhaus schaffen. Für einen Machtwechsel in Eriwan hat es trotzdem nicht gereicht, und allein das ist, was für den Kremlchef zählt. Es muss sich für ihn wie eine Niederlage anfühlen, dass Ministerpräsident Nikol Paschinjan die Wahl gewonnen hat und sein Amt behält. Denn nun bleibt Armenien auf Kurs: Das Land im Kaukasus macht sich unabhängiger von Russland, nähert sich Europäern und Amerikanern an.