Sponsored Content«Am Blick der Mutter erkenne ich, ob es dem Kalb gut geht»Vor vier Jahren wurde Natascha Eberhart mit einem unerwarteten Schicksalsschlag konfrontiert. Heute führt sie einen Mutterkuhbetrieb, produziert Natura-Beef und verkauft das Fleisch unter anderem in ihrem eigenen Lebensmittelgeschäft.Erstellt im Auftrag von Mutterkuh Schweiz08.06.2026, 00.05 UhrTrotz schwieriger Ausgangslage hat Natascha Eberhart die Verantwortung für einen Mutterkuhbetrieb übernommen.Markus BolligerDieser Inhalt wurde von NZZ Story Lab im Auftrag von Mutterkuh Schweiz erstellt. Der Auftraggeber trägt die redaktionelle Verantwortung für diesen Beitrag. Hier geht es zu den NZZ-Richtlinien für Native Advertising.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Inmitten der Burgdorfer Altstadt führt Natascha Eberhart seit drei Monaten das 101g Eberharts, einen Laden für saisonale, regionale Produkte und hofeigene Spezialitäten. Produziert werden diese wenige Höhenmeter oberhalb der Stadt auf ihrem eigenen Betrieb. Die 29-Jährige ist heute zweifach selbständig – und Mutter von zwei kleinen Kindern.Dass sie eines Tages als Landwirtin die Verantwortung für einen – gemäss Schweizer Verhältnissen mittelgrossen Betrieb – tragen würde, war nicht geplant. Heute gehören zu ihrem Hof 41 Rinder, darunter 23 Mutterkühe – ihre «Mamis», wie sie sie liebevoll nennt –, dazu Mastsäue, ein paar Legehennen, drei Schafe – ihre «Rasenmäher» –, ein grosser Garten und ein Hofladen.Vor sechs Jahren heiratete die gelernte Metallbauerin und Werkstatt-Montageleiterin den Landwirt und Vater ihrer Tochter, der den Hof seiner Familie übernommen hatte. Als dieser zwei Jahre später starb – ein Jahr nach der Geburt der gemeinsamen Tochter – entschied sich die junge Witwe, dass sie den Betrieb weiterführen möchte – auch für ihre Tochter.Wo Kühe Mutter sein dürfenIhr Mann hatte den Betrieb umgestellt, von Milchkühen auf Mutterkühe. Das ist nun über zehn Jahre her. Für Natascha Eberhart gibt es nichts Ehrlicheres. «Für mich steht das Tierwohl an oberster Stelle.» Die Kälber bleiben 10 Monate bei ihren Müttern und werden mit ihrer Milch versorgt, die Stalltür nach draussen steht immer offen. Bei gutem Wetter sind sie 24 Stunden draussen. Im Sommer, bei Hitze, verbringt die Herde die Nächte draussen und ist tagsüber drinnen. Jederzeit, auch im Winter können sie raus in den Laufhof. Zudem haben die Kälber ein Separee: Sie können zwar immer zur Mutter, diese aber nicht immer zu ihrem Kalb. «Es ist sozusagen ihr Spielplatz, mit einer eingestreuten Fläche zum Schlafen und Platz zum Fressen.»Die Kuh Babsi, ein Original Braunvieh, steht kurz vor der Geburt. Sie hat Natascha Eberhart deshalb im Stall zurückbehalten. Hier hat sie mehr Ruhe und Platz. Nur einige Hundert Meter entfernt sind die anderen Tiere auf der Weide. Bei der Zusammensetzung ihrer Herde hat sich die Landwirtin für Vielfalt entschieden. «Bei mir ist es kunterbunt, da lasse ich mich unter anderem von der Optik leiten.» Einige der Kühe haben einen weiss-braunen Farbschlag. Die Gruppe hat einen Chef, zwei «Kindergarten-Mamis», die alle umsorgen, und das Blüemli, das Schlusslicht, das immer aufpasst, dass alle da sind. Beim Rausgehen auf die Weide und wieder zurück, ist das besonders entscheidend. «Kälber sind wie Kinder, sie rennen viel umher.»In der Natura-Beef-Produktion bleibt das Kalb rund 10 Monate bei der Mutter.Markus BolligerSind sie draussen, gehen sie ganz nebenbei einer unerlässlichen Aufgabe nach: Sie pflegen die Berg- und Hügellandschaft und verwerten Grasflächen, auf denen sonst keine Nahrungsmittel angebaut werden könnten. «Wir produzieren alles, was unsere Kühe und Kälber fressen, selbst.» Ihre Hauptnahrungsquelle ist Gras, im Winter getrocknet oder als Siloballen, im Sommer frisch von der Weide. Ihr Land ist hügelig. Gemüse anpflanzen in grossen Chargen ist hier nicht möglich. «Den Tieren macht es nichts aus, wenn es steil ist – sie haben den besseren Allradantrieb als ein Traktor.»Drei Wochen für den GeschmackDas natürliche Futter hat einen weiteren Vorteil: «Es unterstützt das Immunsystem der Tiere, das wiederum hat Einfluss auf die Fleischqualität.» Da sich Eberharts Tiere hauptsächlich auf der Weide bewegen, bilden sie eine starke Muskulatur und wenig Fett aus. Die Landwirtin umschreibt dieses Prinzip so: «Ein Salat aus dem Treibhaus schmeckt auch anders als einer vom Feld.»Als Fleischproduzentin begrüsst sie es zudem, wenn ihre Kundinnen und Kunden Mässigung bei ihrem Fleischkonsum üben. «Lieber nur ein-, zweimal pro Woche Fleisch, dafür aber qualitativ gutes», sagt sie. Ein Teil ihres Natura-Beefs geht in die zentrale Vermarktung und ist beim Detailhändler Coop erhältlich. Das Fleisch, das sie direkt vermarktet und in ihrem Selbstbedienungshofladen auf dem Friesenberg und in ihrem Lebensmittelgeschäft in Burgdorf verkauft, lässt sie mindestens drei Wochen abhängen. Durch den Wasserverlust minimiert sich zwar auch das Gewicht, was wiederum weniger Gewinn bedeutet, aber das nimmt die Produzentin gern in Kauf: «Die Qualität ist mir wichtiger, als 2 Franken mehr zu verdienen.»Auf die Bio-Zertifizierung verzichtet sie bewusst, wohl auch, weil ihr Fleisch biologischer nicht sein könnte – es entsteht ja letztendlich ausschliesslich aus Wasser und Gras: «Mir ist es auch als Kundin lieber, dass ich weiss, dass Fleisch mit einem hohen Tierwohl produziert wird und regional ist», sagt die Landwirtin – und ist im Übrigen der Überzeugung, dass die Vorschriften, die Natura-Beef bezüglich Tierwohl definiert hat, zu den höchsten bei den Fleischlabels gehören.Glückliche Kuh, glückliches KalbFür Natascha Eberhart bedeutet Tierwohl auch, dass sie jeder Kuh oder ihrem Kalb ansieht, wenn ihnen etwas fehlt. Sie erkennt dies daran, wie ein Tier läuft, frisst, sich in der Gruppe verhält oder auch einfach nur daran, wie es dasteht. Und wenn es einem Jungtier nicht gut geht, merkt die Landwirtin es oft der Mutter an, dass etwas nicht in Ordnung ist.Die Mutterkühe und ihre Kälber sind jeden Tag draussen.Markus BolligerVon anderen Landwirtinnen und Landwirten, die ihren Betrieb erleben, hört sie oft, ihre Tiere seien sehr ruhig. «Ob das nun an der Mutterkuhhaltung liegt oder an der Art, wie ich mit ihnen umgehe, das kann ich nicht sagen.» Die Nähe zu den Tieren, dass sie bei jeder Kuh weiss, was ihr guttut, das ist für Natascha Eberhart das Wunderbare an der Arbeit mit Mutterkühen. Für sie kommt der schönste Moment im Jahr jeweils im Frühling, wenn sie ihren Kühen die Glocken wieder anziehen kann. Immer lauter und vielfältiger erfüllt dann das Glockengeläut den ganzen Stall, «ein richtig heimeliges Gefühl».Früher hat Eberhart den Beruf der Metallbauerin mit Leidenschaft ausgeführt. Dass sie eines Tages selbständig sein würde – und das erst noch in der Landwirtschaft – hätte sie nie gedacht. Bereuen tut sie es nie: «Das Leuchten in den Augen meiner Kinder, wenn sie ein frisch geborenes Kalb sehen, das nach nur wenigen Minuten aufsteht und bei der Mutter trinkt, ist unglaublich schön.» Ohne ihre Tochter, sagt sie, hätte sie den Betrieb wahrscheinlich nicht übernommen: «Dann hätte ich mich das nicht getraut.» Mit ihrem neuen Partner, der sie bei der Maschinenführung und -wartung unterstützt, ist noch ein Sohn dazugekommen. Den beiden Kindern möchte sie zeigen, dass alles möglich ist. Ganz nach dem Motto ihrer Mutter: «Gring ache u hü.»Und das gelingt der Unternehmerin, Landwirtin und Mutter von zwei Kindern scheinbar ziemlich mühelos. Sie formuliert es so: «Ich habe 365 Tage im Jahr Ferien, einfach mit Auflagen.»Natura-Beef – Mehrwert für Mensch, Tier und NaturMutterkuhhaltung gilt als die natürlichste Form der Rindviehhaltung und die nachhaltigste Art der Fleischproduktion. Das entsprechende Label Natura-Beef des Vereins Mutterkuh Schweiz garantiert deshalb ein Höchstmass an Tierwohl und -gesundheit sowie Fleischqualität. Die Produkte sind im Detailhandel bei Coop und direkt bei über 750 Landwirtschaftsbetrieben erhältlich.
Tierwohl an erster Stelle: Natascha Eberhart und ihr Natura-Beef-Hof
Natura-Beef und Tierwohl: Natascha Eberharts Erfolgsgeschichte







