Anleger in Angst vor Krieg und KI : Wie verdaut die Börse die Nahost-Eskalation?08.06.2026, 07:46Lesezeit: 2 Min.Der Angriff Irans auf Israel verschreckt Anleger zum Start in die Börsenwoche. Zudem müssen sie den Ausverkauf von Tech-Aktien verdauen. Stockt die KI-Rally?Der Dax wird am Montag der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Am Freitag hatte er ⁠0,7 Prozent tiefer bei 24.759 Punkten geschlossen. Anleger machten zum Wochenausklang vor allem bei Technologieaktien Kasse. Ein überraschend starker Stellenaufbau in den USA nährte die Spekulationen auf ‌steigende Zinsen zum Jahresende, was auch an den US-Börsen für maue Stimmung sorgte.Im Mittelpunkt am Montag steht die Entwicklung in den Kriegen in Nahost und ‌in der Ukraine. Die ‌israelische Luftwaffe hat in der Nacht zum Montag militärische Ziele im Iran angegriffen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu dazu aufgefordert, die laufenden Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran nicht durch ⁠weitere Militärschläge zu gefährden. Zudem haben die E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien und die Ukraine schriftliche Bedingungen vorgelegt, unter denen sie zu direkten Gesprächen mit Russland bereit sind. Ziel sei es, einen Waffenstillstand ⁠zu erreichen und weitere ‌Verhandlungen zu unterstützen.Die neue Konjunkturdaten-Woche eröffnen am Montag die April-Zahlen für die Auftragseingänge der deutschen Industrie. Nun werde sich zeigen, ob das deutliche Plus im März ⁠in erster Linie auf ⁠einen Sondereffekt zurückzuführen war, sagt Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. Im Fokus steht zudem das Barometer der ⁠Beratungsfirma Sentix für ⁠Juni. Dieses zeigt an, wie Börsianer die Konjunktur in der Euro-Zone einschätzen.In Asien haben die wichtigsten Börsen wegen der erneuten Eskalation im Nahen Osten, des steigenden Ölpreises und Sorgen über den Fortgang der KI-Rally kräftig nachgegeben. Besonders deutlich waren die Verluste in Japan und Südkorea. Dort hatten die Indizes in den vergangenen Wochen wegen eines Höhenflugs der Technologieaktien besonders stark zugelegt. In Tokio gab der japanische Leitindex Nikkei 225 im späten Handel vier Prozent nach. Der südkoreanische Index Kospi gab zuletzt rund sechs Prozent nach.