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Kommentar: Entgelttransparenz – wieder neue Vorschriften und Papierkram! Geschlechterspezifische Lohnunterschiede sind diskriminierend. Der Kampf dagegen ist wichtig. Aber die Unternehmen müssen sich auf politische Zusagen verlassen können.
Heike Anger 05.06.2026 - 14:00 Uhr Artikel anhörenMöglichst kein Papierkram: Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll „bürokratiearm“ umgesetzt werden. Foto: imago stock&peopleIm Koalitionsvertrag von Union und SPD ist das Ziel klar festgeschrieben: „Wir wollen bis 2030 gleichen Lohn für gleiche Arbeit für Frauen und Männer verwirklichen.“ Dafür soll die EU-Entgelttransparenzrichtlinie „bürokratiearm“ und „unverzüglich“ in nationales Recht umgesetzt werden. Doch zumindest letzteres Versprechen wurde nicht eingelöst: Die Umsetzungsfrist ist inzwischen verstrichen. Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) hat bisher nicht einmal einen Gesetzentwurf vorgelegt.Bleibt das andere Versprechen: Zwar sollen die geschlechterspezifischen Lohnunterschiede bekämpft werden, allerdings ohne den Unternehmen zu viel Papierkram aufzuhalsen. Hier ist noch offen, ob es eingehalten wird.Frauen werden schlechter bezahltEs geht um ein wichtiges Ziel. Noch immer verdienen Männer statistisch gesehen deutlich mehr als Frauen, trotz gleicher oder gleichwertiger Arbeit. Dieser „Gender-Pay-Gap“ war in Deutschland zuletzt unverändert. Selbst wenn strukturelle Faktoren wie Berufserfahrung, Bildungsstand, Arbeitszeit und Tätigkeitsfeld herausgerechnet werden, bleibt ein unerklärter Teil. Im vergangenen Jahr lag dieser hierzulande bei sechs Prozent. Das ist Diskriminierung. Frauen werden schlechter bezahlt.Dass die Politik dagegen vorgeht, ist richtig. In Deutschland gibt es seit fast zehn Jahren ein Entgelttransparenzgesetz, das Beschäftigten Auskunft über die Gehälter von Kolleginnen und Kollegen in vergleichbarer Tätigkeit ermöglicht – nach Geschlecht aufgeschlüsselt. Doch das greift oft nicht: Es gilt nur für große Unternehmen und wenn genug Personen des anderen Geschlechts in ähnlichen Jobs arbeiten. Zudem scheuen viele die Nachfrage aus Angst vor Nachteilen im Job. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt












