Als die Pandemie Millionen Beschäftigte ins Homeoffice schickte, war das für nicht wenige auch eine Befreiung: kein Pendeln, mehr Zeit für Familie, flexibleres Arbeiten.
Umfragen zeigen bis heute, dass die meisten Menschen die Arbeit am heimischen Schreibtisch schätzen und sogar bereit wären, dafür auf einen Teil ihres Gehalts zu verzichten.
Doch ein Team um die Harvard-Ökonomin Amanda Pallais hat nun im Fachjournal „Science“ eine Kehrseite dokumentiert, die in der bisherigen Debatte kaum vorkam: Wer von zu Hause arbeitet, ist deutlich einsamer – und psychisch belasteter.
Etwa ein Drittel des allgemeinen Anstiegs psychischer Beschwerden in den USA seit Beginn der Pandemie lässt sich nach Berechnungen der Forscherinnen auf die Verlagerung der Arbeit ins Wohnzimmer zurückführen.
Um den Effekt des Homeoffice sauber herauszurechnen, griffen die Forschenden auf fünf große, repräsentative US-Bevölkerungsbefragungen zurück, die zwischen 2011 und 2024 mehr als eine halbe Million Menschen erfasst hatten.










